Katastrophe durch Hitze

Fluss auf 5 Kilometer trocken – Tonnen toter Fische

Zwischen Schalchen und Helpfau-Uttendorf ist die Mattig auf mehreren Kilometern komplett ausgetrocknet. Für Fische kam jede Hilfe zu spät.
Oberösterreich Heute
24.06.2026, 03:00
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Noch im vergangenen Herbst wurden neue Fische eingesetzt, jetzt ist davon kaum mehr etwas übrig. Die Mattig im Bezirk Braunau ist auf einem rund fünf Kilometer langen Abschnitt zwischen Schalchen und Helpfau-Uttendorf vollständig trockengefallen. Das hat dramatische Folgen für die Tierwelt.

Wie die "OÖN" berichten, fließt in dem betroffenen Bereich derzeit kein Wasser mehr. Besonders hart trifft das die Fischbestände. Zahlreiche Tiere verendeten, Rettungsversuche scheiterten.

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Max Walchetseder, Obmann des Fischereireviers Mattig, schildert das Ausmaß der Schäden drastisch: "Die Mattig ist jetzt komplett trocken, da hat nichts überlebt." Erst vor wenigen Monaten seien mehrere Tonnen Fische in den Fluss eingesetzt worden. Nun sei die Arbeit vieler Jahre zunichtegemacht worden.

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Neben den Fischen starben auch zahlreiche Kleinstlebewesen, die als wichtige Nahrungsgrundlage dienen. Experten rechnen deshalb mit einer langen Erholungsphase. In der Mattig kommen in diesem Bereich knapp 20 Fischarten vor.

Laut Herwig Brandlmaier von der Direktion Umwelt und Wasserwirtschaft des Landes Oberösterreich können sich Flussökosysteme grundsätzlich regenerieren. Nach einem derart massiven Trockenfallen brauche die Natur allerdings viel Zeit. Die Wiederbesiedelung erfolge Schritt für Schritt und könne sich über mehrere Jahre ziehen.

Zunächst kehren wirbellose Organismen zurück, später folgen Insektenlarven und schließlich die Fischbestände. Bis alle Altersklassen wieder vorhanden sind, kann jedoch viel Zeit vergehen.

Dass die Mattig in diesem Abschnitt aufgrund des durchlässigen Untergrunds zeitweise austrocknet, ist laut Fachleuten grundsätzlich bekannt. Ungewöhnlich sei allerdings der Zeitpunkt. Heuer sei der Fluss bereits sehr früh trockengefallen. Als Ursachen gelten die fehlende Schneeschmelze im Frühjahr und die anhaltende Trockenheit der vergangenen Monate.

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