Die alarmierenden Bilder kommen vom Langbathbach (Bez. Gmunden): Wo normalerweise Wasser fließt, sind stellenweise nur noch Steine und ein völlig trockenes Bachbett zu sehen. Im Bereich des Kleinwasserkraftwerks beim Gasthaus "Zur Kreh" wurde die Lage für die dort lebenden Fische dramatisch.
Neben dem Wassermangel machte den Tieren auch die hohe Wassertemperatur schwer zu schaffen. Besonders für Salmoniden wie Bachforellen kann zu warmes Wasser rasch lebensbedrohlich werden. Der Fischereiverein Salzkammergut führte deshalb am Donnerstag eine vom Land Oberösterreich bewilligte Notabfischung durch.
Unter der Leitung von Heimo Huber, Revierobmann für das Obere Salzkammergut, holten die Helfer die Tiere aus den letzten Tümpeln. Insgesamt konnten sie 722 Bachforellen, Koppen und Elritzen unverletzt bergen.
Die Fische wurden anschließend zum Langbathsee gebracht und dort lebend wieder ausgesetzt. Für sie kam die Rettung gerade noch rechtzeitig. Die dramatische Aktion ist nur ein weiteres Zeichen für die immer schlimmere Dürre in Oberösterreich.
Auch Quellen geben immer weniger Wasser, Brunnen versiegen und Hochbehälter können sich nicht mehr vollständig füllen. Mehrere Wasserversorger stehen bereits unter Druck. In Teilen des Mühlviertels und des Bezirks Kirchdorf mussten Bewohner sogar notversorgt werden.
In Grieskirchen gilt bereits eine Wassersparverordnung. Auch die Stadt Traun appellierte an die Bevölkerung, den Verbrauch dringend einzuschränken. Bleibt die Lage so angespannt, sind dort weitere Maßnahmen bis hin zu Verboten nicht ausgeschlossen.