14 Fälle in zwei Wochen

Hitze sorgt jetzt für gefährliche Legionellen-Welle

Die anhaltende Hitze sorgt für eine Häufung von Legionellen-Erkrankungen. Allein in Linz wurden innerhalb von nur zwei Wochen 14 Fälle registriert.
André Wilding
04.08.2026, 09:18
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Die aktuelle Hitzewelle hat auch gesundheitliche Folgen. Während sich viele Menschen über Sonne und hohe Temperaturen freuen, finden Legionellen derzeit ideale Bedingungen vor. Die Bakterien vermehren sich vor allem in lauwarmem Wasser zwischen 25 und 45 Grad sowie in selten genutzten Wasserleitungen.

Gefährlich werden Legionellen nicht beim Trinken, sondern dann, wenn sie über fein zerstäubtes Wasser eingeatmet werden. Das kann etwa beim Duschen, in Whirlpools, Klimaanlagen oder Luftbefeuchtern passieren. Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich.

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"Wir suchen nach der Quelle"

Besonders betroffen sind laut "Kronen Zeitung" derzeit Linz und der Bezirk Linz-Land. Allein in der Landeshauptstadt wurden in den vergangenen zwei Wochen 14 Fälle der meldepflichtigen Erkrankung registriert. Auch im Kepler Uniklinikum fällt die Entwicklung auf.

"Normalerweise haben wir ein paar Fälle pro Jahr. Gemeinsam mit der AGES und dem Land OÖ suchen wir nach der Quelle. Es gibt aber keinen örtlichen Zusammenhang der verschiedenen Erkrankten", bestätigt Ulrich Püschel, Gesundheitsdirektor der Stadt Linz, gegenüber der Tageszeitung.

Auch das Kepler Uniklinikum meldet eine auffällige Entwicklung. "In den vergangenen Tagen haben wir am KUK sechs Legionellen-Fälle diagnostiziert", heißt es aus der Pressestelle zur "Krone".

Zwei Krankheitsbilder

Einige der Betroffenen müssen intensivmedizinisch behandelt werden. Grundsätzlich unterscheiden Mediziner zwei Krankheitsbilder. Während das Pontiac-Fieber meist einen milderen Verlauf nimmt, handelt es sich bei der Legionärskrankheit um eine Form der Lungenentzündung, heißt es im Bericht weiter.

Die ersten Beschwerden treten meist zwei bis zehn Tage nach der Infektion auf. Anfangs können Kopf- und Gliederschmerzen, Husten oder Magen-Darm-Beschwerden auftreten. In weiterer Folge sind jedoch auch hohes Fieber mit Schüttelfrost von mehr als 40 Grad, starker Husten, Herzrasen oder Atemnot möglich. Ohne Behandlung kann die Erkrankung lebensbedrohlich werden.

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