Hitze-Welle im Anmarsch

"Nicht auf leichte Schulter nehmen!" – Experte warnt

Die Hitzewelle kann rasch zur Gefahr werden. Der Samariterbund ruft dazu auf, besonders auf Kinder, ältere Menschen und chronisch Kranke zu achten.
André Wilding
29.07.2026, 09:21
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Samariterbund Bundeschefarzt Prof. Dr. Michael Gruska warnt davor, "die Hitze auf die leichte Schulter zu nehmen. Achten Sie besonders auf kleine Kinder, ältere Menschen und chronisch kranke Personen in der Familie, im Freundeskreis und in der Nachbarschaft – und zögern Sie nicht, bei kritischen Anzeichen unter der Telefonnummer 144 einen Notruf abzusetzen."

Stadt vs. Land

Jedes Jahr sterben in Österreich mehr Menschen an den Folgen von Hitze als bei Unfällen im Straßenverkehr. In den Städten spürt man Hitzewellen mehr als im ländlichen Raum, wo es tagsüber im Schnitt um rund 2,5 Grad kühler ist als in Stadtzentren. In den Nachtstunden beträgt die Differenz aufgrund der von Mauerwerk und asphaltierten Straßen gespeicherten Wärme sogar vier bis fünf Grad.

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Beim Samariterbund ist man für heiße Tage gerüstet. In den Einsatzfahrzeugen sorgen Klimaanlagen für coole Köpfe – sowohl bei den Patient:innen als auch bei den Sanitäter:innen. An besonders heißen Tagen wird die Rettung um bis zu 20 Prozent öfter zu medizinischen Notfällen gerufen.

Bei Hitze richtig reagieren

Vor allem ältere Menschen, Säuglinge, Kleinkinder, chronisch kranke Patient:innen, Personen, die im Freien arbeiten müssen, und schwangere Frauen haben jenseits der 30 Grad oft mit Problemen zu kämpfen und sind in Gefahr.

Hitzeerschöpfung, Sonnenstich und Kreislaufprobleme sind die häufigsten Folgen – bis hin zu Hitzestau oder Kollaps. An Hitzetagen leistet der menschlichen Körper Schwerstarbeit. Abgesehen von ausreichendem UVSchutz empfiehlt der Samariterbund daher, sich nicht zu lange in der prallen Sonne aufzuhalten, luftige Kleidung zu wählen, wenn möglich in kühlen abgedunkelten Bereichen zu bleiben, Wohnungen nachts zu lüften und untertags die Fenster geschlossen zu halten, körperliche Arbeit und Sport (vor allem untertags und im Freien) zu vermeiden und deutlich mehr als sonst zu trinken.

"Zum Trinken motivieren"

"Motivieren Sie ältere Menschen, aber auch Kinder, zum Trinken!", appelliert Prof. Dr. Gruska. "Außerdem ist es ratsam, anstrengende körperliche Tätigkeiten am besten in die frühen Morgen-oder Abendstunden zu verlegen und leichte Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Ganz wichtig ist auch: Kleinkinder und Tiere dürfen bei Hitze niemals in einem geparkten Auto zurückgelassen werden – auch nicht für kurze Zeit", so Gruska.

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