Wer in den kommenden Tagen am Prameter Badesee Abkühlung suchen wollte, muss seine Pläne ändern. Die Bezirkshauptmannschaft Ried im Innkreis hat ein behördliches Badeverbot ausgesprochen. Grund ist ein nachgewiesener Befall mit Blaualgen, der bei einer Wasseranalyse festgestellt wurde. Damit ist das Baden im See bis auf Weiteres untersagt. Wie lange die Sperre bestehen bleibt, ist derzeit noch offen.
Auslöser für das Badeverbot war eine aktuelle Untersuchung der Wasserqualität. Dabei wurde der Blaualgenbefall bestätigt. Die zuständige Bezirkshauptmannschaft reagierte darauf mit dem Badeverbot, um Badegäste vor möglichen gesundheitlichen Risiken zu schützen. Pramets Bürgermeister Eduard Seib machte sich selbst ein Bild der Situation. Vor Ort wurden Hinweisschilder angebracht, die Besucher über das geltende Badeverbot informieren.
Ob der Badesee bald wieder geöffnet werden kann, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Nach Angaben der Gemeinde werden laufend neue Wasserproben entnommen und analysiert. Erst wenn die Untersuchungen zeigen, dass keine gesundheitliche Gefahr mehr besteht, kann das Badeverbot wieder aufgehoben werden. Einen konkreten Zeitpunkt dafür gibt es derzeit nicht.
Blaualgen sind trotz ihres Namens keine Algen, sondern Bakterien. Sie können sich bei warmem Wetter und bestimmten Bedingungen im Wasser besonders stark vermehren. Einige Arten bilden Stoffe, die Hautreizungen oder gesundheitliche Beschwerden verursachen können. Deshalb werden Badeverbote ausgesprochen, sobald Untersuchungen eine entsprechende Belastung nachweisen.
Vor allem Kinder und Haustiere gelten als besonders empfindlich. Behörden raten deshalb dazu, ein Badeverbot unbedingt einzuhalten. Für Badegäste heißt das nun vorerst abwarten. Die Gemeinde und die zuständigen Behörden beobachten die Entwicklung genau und lassen die Wasserqualität regelmäßig überprüfen.
Bis neue Analysen Entwarnung geben, bleibt das Baden im Prameter Badesee behördlich untersagt.