Eigentlich hatte es der 16-Jährige an dem Abend auf Hechte abgesehen. Doch dann biss plötzlich ein ganz anderes Kaliber an – und das ausgerechnet nur wenige Meter vom Ufer entfernt. "Es war ein unerwarteter Fang. Der Wels war nicht der Zielfisch", erzählt Dominik im "Heute"-Gespräch.
Als der Teenager erkannte, was da an seiner Angel hing, war klar: Diesen Fang würde er nicht allein aus dem Wasser bekommen. Sein Bruder und ein Freund halfen ihm schließlich dabei, den gewaltigen Fisch zu landen und zu fotografieren.
Die Maße des Wasser-Giganten können sich sehen lassen: 2,15 Meter lang und rund 80 Kilogramm schwer soll der Wels gewesen sein. "Seit ich gewusst habe, dass es solche Fische im Pichlingersee gibt, war es immer ein Ziel von mir, so einen zu fangen", sagt Dominik.
Für ihn sei der Fang "ein schönes Erlebnis und ein Traumfisch für mein junges Alter" gewesen. Ganz dem Zufall hatte der 16-Jährige seinen Erfolg allerdings nicht überlassen: Nur drei Tage zuvor machte er an genau dieser Stelle eine wilde Beobachtung.
Ein riesiger Wels kam an die Oberfläche und verschlang eine Ente. Deshalb kehrte der Jugendliche immer wieder zu dem Platz zurück: "Ich habe gewusst, dass sich der Fisch dort aufhält und dass die Chance da ist, ihn zu fangen." Nachdem Fotos und Videos vom Monster-Fang im Kasten waren, durfte der Wels natürlich wieder zurück in die Tiefen des Pichlingersees.
Der spektakuläre Fang weckt Erinnerungen: Bereits 2024 zog der damals 17-jährige Raphael einen 2,17 Meter langen und rund 90 Kilogramm schweren Wels aus dem Linzer Badesee. Mehr als eine Stunde lang kämpfte er mit dem "richtigen Biest", bevor er es wieder freiließ. In einem "Heute"-Voting erhielt der Monster-Fisch später den Namen "Urzeit-Uwe".
Nun stellt sich natürlich die große Frage: Ist der berühmte See-Gigant zwei Jahre später erneut an die Angel gegangen – oder lauert im Pichlingersee noch ein zweites Monster? Sicher ist nur: Wer dort ins knietiefe Wasser steigt, ist offenbar nicht allein.