Kaum eine Region bleibt verschont: Vom Innviertel über den Zentralraum bis ins Mühlviertel und den Süden leuchten die Warnsymbole auf. Sie machen sichtbar, wie dramatisch die Trockenheit Flüsse, Bäche und Grundwasser bereits getroffen hat.
Im Juli fiel in Oberösterreich nur rund ein Drittel der üblichen Regenmenge. Besonders arg war es beim Linzer Wasserwerk: Dort kamen lediglich 20 Prozent des langjährigen Monatsschnitts zusammen. In St. Pankraz (Bez. Kirchdorf) waren es 21 Prozent, in Gmunden 23 und in Grieskirchen 24 Prozent.
Gleichzeitig war der Juli durchschnittlich zwei Grad heißer als üblich. Kurze Gewitter brachten kaum Hilfe: Die Pegel stiegen nur vorübergehend, der ausgetrocknete Boden und das Grundwasser profitierten davon praktisch nicht.
An nahezu allen Gewässern herrschte Niederwasser. Kleine und mittelgroße Bäche trockneten stellenweise sogar völlig aus. Auch Donau, Inn, Salzach und Enns führten außergewöhnlich wenig Wasser. Mehrfach wurden bisherige Juli-Tiefstwerte unterboten.
Unter der Erde sieht es nicht besser aus: Sämtliche Grundwasser-Leitmessstellen verzeichneten im Juli sinkende Werte. Im Inngebiet wurde im letzten Monatsdrittel sogar der bisherige Tiefststand seit Beginn der Messungen unterschritten.
"Dieser Sommer räumt mit einer alten Gewissheit auf: Auch im wasserreichen Oberösterreich ist sauberes Trinkwasser nicht grenzenlos verfügbar", schlägt Umweltlandesrat Stefan Kaineder (Grüne) Alarm. Immer mehr Wasserversorger melden Probleme – doch ausdauernder Regen ist weiterhin nicht in Sicht.