39,3 Grad am Hauptbahnhof – so heiß war es während der jüngsten Hitzewelle sonst nirgends in Linz. Für Umweltstadträtin Eva Schobesberger (Grüne) sind die Zahlen ein unübersehbares Warnsignal: "Die Klimakrise ist nicht wegzudiskutieren, sie ist da und sie ist spürbar."
Mehr als ein Dutzend Tropennächte wurden heuer in der Landeshauptstadt bereits registriert. Selbst um Mitternacht wurden von den städtischen Messgeräten teilweise noch über 30 Grad registriert. Die traurigen Spitzenreiter: 31,9 Grad in der Garnisonstraße und 31,4 Grad in der Volksgartenstraße, so Schobesberger.
Die fortschreitende Klimakrise untermauert jetzt eine alarmierende Statistik der Stadt: Sowohl im Jänner als auch im März, April und Mai fiel deutlich zu wenig Niederschlag. Nur im Februar gab es eine überdurchschnittliche Summe. Im Juni lag sie in Teilen von Linz über dem langjährigen Mittel – in Summe war der Regen aber ebenfalls zu gering.
Insgesamt bedeutet das: Über der Landeshauptstadt und im näheren Einzugsgebiet der Bäche sind heuer bisher rund 20 Milliarden Liter zu wenig an Niederschlag gefallen. In anderen Zahlen: Das entspricht 50 Füllungen für den beliebten Pleschinger See am Rande von Linz.
Die extreme Dürre trifft auch andere Landesteile ins Mark: Für den Wasserverband Grieskirchen, zu dem neben der Bezirkshauptstadt die Gemeinden Tollet und St. Georgen gehören, etwa galt zuletzt eine Sparverordnung: Autowäschen, Poolbefüllungen und Rasenbewässerung waren verboten.
"Appelle funktionieren leider nicht", so die Grieskirchner Bürgermeisterin Maria Pachner (ÖVP). Nachdem die nunmehrige Verordnung in Kraft getreten war, verbrauchte die Bevölkerung rund ein Fünftel bis ein Viertel weniger Wasser.