Vor zwei Jahren änderte sich Wolfgangs Leben schlagartig: Nach einem schweren Fahrradunfall wurde der Salzburger zum Intensivpatienten. Seither ist er rund um die Uhr auf medizinische Betreuung angewiesen.
Als seine Tochter ankündigte, in Kärnten zu heiraten, war die Freude riesig. Doch zunächst schien es kaum vorstellbar, dass der schwer erkrankte Vater bei diesem besonderen Moment dabei sein könnte. Seine private Intensivpflegerin wandte sich deshalb an den Verein "Rollende Engel".
Die ehrenamtlichen Wunscherfüller Sandra, Doris und Florian machten sich wenig später auf den Weg zu dem 73-Jährigen. "Wolfgang strahlte über das ganze Gesicht, als er uns in seinem Haus erblickte", erzählt Florian. Nach einer ausführlichen medizinischen Übergabe begann die Reise.
Eine weitere Intensivschwester begleitete Wolfgang, mit einem Spezialfahrzeug ging es schließlich nach Kärnten. Während der Fahrt lief seine Lieblingsmusik – sie sollte ihm helfen, sich zu entspannen und die Nervosität vor der Hochzeit zu lindern.
Am Ziel wartete die große Überraschung: Laut dem Verein aus Wels hatte niemand in der Hochzeitsgesellschaft damit gerechnet, dass Wolfgang tatsächlich kommen würde. Als ihn seine Familie erblickte, flossen die ersten Freudentränen.
Die Trauung fand im Freien statt und war von Gesang und großen Emotionen geprägt. Wolfgang konnte wertvolle Stunden mit seiner Tochter, seinen Enkelkindern und Freunden verbringen, gemeinsam mit ihnen lachen und in Erinnerungen schwelgen.
Am späten Nachmittag trat der 73-Jährige mit seinen Begleitern die Heimreise nach Salzburg an. Zurück blieb die Erinnerung an einen ganz besonderen Tag – und an einen Herzenswunsch, der trotz schwerer Krankheit doch noch wahr wurde.
Wer den Verein "Rollende Engel" unterstützen möchte, findet alle Infos hier: rollende-engel.at