Die grüne Partei- und Klubchefin Leonore Gewessler zog am Sonntag eine erste Bilanz. Und die fiel aus ihrer Sicht mehr als erfreulich aus. Denn bereits mehr als 10.000 Menschen haben die Petition der Grünen für einen besseren Hitzeschutz in Österreich unterzeichnet.
Gewessler deutet das als deutliches Signal an die Bundesregierung: "Während Wohnungen zu Backöfen werden, Kinder kaum schlafen können, ältere Menschen und Pflegebedürftige unter der extremen Hitze leiden und alle, die der Hitze schutzlos ausgesetzt sind, an ihre Grenzen kommen, bleibt die Regierung untätig und lässt die Menschen weiter im Stich. Mehr als 10.000 Unterschriften zeigen: Die Menschen wollen, dass die Bundesregierung endlich handelt."
Mit ihrer Petition fordern die Grünen konkrete Maßnahmen, damit Abkühlung und Schutz vor extremer Hitze nicht vom Einkommen oder Wohnort abhängen. Dazu gehören unter anderem Klimaanlagen und Hitzeschutz in Schulen, Kindergärten, Spitälern und Pflegeheimen sowie mehr Unterstützung für Gemeinden, um die Sicherung ihrer Freibäder und freien Eintritt ab 35 Grad zu ermöglichen.
Weiters am Wunschzettel der Grünen: Trinkbrunnen auf jedem Hauptplatz sowie eine Million neue Bäume in Städten und Gemeinden bis 2030. Außerdem sollen an Hitzetagen in jeder Gemeinde öffentlich zugängliche kühle Räume zur Verfügung stehen. Langfristig brauche es konsequenten Klimaschutz durch den Ausbau erneuerbarer Energien und die Renaturierung von Flüssen und Gewässern.
"In den vergangenen Tagen haben wir neue Temperaturrekorde erreicht. Die Hitze ist längst eines der größten Gesundheitsrisiken in Österreich. Besonders Kinder, ältere Menschen, chronisch Kranke und alle, die der Hitze schutzlos ausgesetzt sind, leiden unter den extremen Hitzewellen. Die Bundesregierung darf die Menschen nicht länger alleine lassen", betont Gewessler.
Die Petition kann weiterhin auf gruene.at/hitzeschutzpaket/ unterzeichnet werden. "Jede Unterschrift erhöht den Druck auf die Bundesregierung, endlich zu handeln. Die Klimakrise macht keine Pause – und der Schutz vor der extremen Hitze für die Menschen in Österreich darf nicht länger warten", so Gewessler.