Angesichts der erneuten Hitzewelle sind Forderungen nach mehr Mitteln für Hitzeschutz und Klimaanpassung laut geworden. Wie das Robert-Koch-Institut am Donnerstag mitteilte, starben in diesem Sommer bereits fast 10.000 Menschen an den hohen Temperaturen. Betroffen waren zum Großteil Menschen über 75 Jahre.
"Für viele ist Hitze unangenehm. Für pflegebedürftige Menschen kann sie lebensgefährlich sein", sagte die deutsche Pflegepolitikerin Evelyn Schötz der Nachrichtenagentur AFP. "Die nächste Hitzewelle steht vor der Tür, doch die Pflegeheime hierzulande sind darauf nicht ausreichend vorbereitet."
Es gebe bereits Empfehlungen für Hitzeschutzpläne in Pflegeeinrichtungen. Diese müssten umgesetzt werden. Schötz betonte: "Der Schutz der Schwächsten darf nicht vom Geldbeutel einer Pflegeeinrichtung abhängen."
Zu schnellen Maßnahmen drängt auch der deutsche Ex-Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). "Jetzt kommt es drauf an zu retten, was noch zu retten ist", sagte Lauterbach der "Rheinischen Post". "Es geht um Tausende Menschenleben."
Und auch ORF-Meteorologe Marcus Wadsak warnt aufgrund der extremen Hitzewelle in einem aktuellen Facebook-Posting vor dem Verlust von Menschenleben. "Hitze tötet!", stellt der Wetter-Experte unmissverständlich klar und untermauert dies mit einer Statistik zu den Sterbefällen nach Kalenderjahren.
"Bereits während der ersten großen Hitzewelle vor einem Monat sehen wir eine deutliche hitzeassoziierte Übersterblichkeit. Und genau das wiederholt sich jetzt", warnt Wadsak in dem Facebook-Posting.
Am Freitag scheint zu Beginn überwiegend die Sonne, lediglich vereinzelt ziehen harmlose Wolkenfelder durch. Über dem Berg- und Hügelland bilden sich ein paar Quellwolken, aber nur ganz vereinzelt wachsen diese zu einem Schauer oder Gewitter heran. Tagsüber kommt mäßiger bis lebhafter Wind aus südlichen Richtungen auf und die Hitzewelle verschärft sich noch. Die Temperaturen steigen auf 34 bis 39 oder vereinzelt sogar 40 Grad, mit den höchsten Werten im östlichen Flachland.
Der Samstag hält vor allem im Flachland sonniges Hochsommerwetter bereit. Im Waldviertel startet der Tag allerdings bewölkt und zügig kommen hier einzelne Schauer und Gewitter auf. Auch im Bergland entwickeln sich einige Quellwolken und anschließend Schauer und teils kräftige Gewitter. Abseits der Gewitter weht der Wind meist schwach bis mäßig aus südlichen Richtungen. Dazu bleibt es heiß mit Höchstwerten zwischen 32 und 37 Grad.
Am Sonntag wechseln sich in der Früh Sonnenschein und vereinzelt durchziehende Wolkenfelder ab. Im Laufe des Vormittags bilden sich im Berg- und Hügelland einige Quellwolken, diese wachsen vereinzelt zu Schauern und Gewitter heran. Im Flachland bleibt es überwiegend trocken. Der Wind weht mäßig bis lebhaft aus Ost bis Nordost. Die Temperaturen liegen bei 33 bis 38 Grad.