Teilweise abgeschaltet

Wegen Hitze - Wasserkraftwerke liefern weniger Strom

Wassermangel zwingt Kleinkraftwerke in der Südsteiermark zur Abschaltung, Photovoltaik federt Ausfälle nur teilweise ab.
Österreich Heute
27.07.2026, 12:06
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Aktuell startet Österreich wieder in eine massive Hitzewelle. Die Auswirkungen betreffen nicht nur die Bevölkerung, sondern auch die heimischen Wasservorkommen. Wie orf.at berichtet, führen Bäche und Flüsse in der Steiermark schon jetzt nur wenig Wasser. Damit hat sich auch die Situation für Wasserkraftwerke zugespitzt - deren Stromertrag wurde durch die Trockenheit schon um bis zu ein Drittel verringert.

Bernd Lippacher, steirischer Landessprecher beim Bundesverband Kleinwasserkraft, sagt: "Die Lage hat sich verschärft. Ich gehe davon aus, dass wir noch einmal um fünf bis zehn Prozent hinter den letztjährigen Erzeugungszahlen zurück sind."

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Kraftwerke teilweise abgeschaltet

Immer mehr Kleinkraftwerke, besonders in den südlichen Landesteilen der Steiermark, mussten inzwischen abgeschaltet werden, "weil das Wasser einfach in den entlegenen Regionen nicht mehr ankommt. Vor allem in den südlichen Landesteilen gibt es sowieso noch viel weniger Niederschläge", so Lippacher. Das Wasser, das im alpinen Raum niedergeht, komme dort gar nicht mehr an.

Für die Betreiber ist das eine große finanzielle Belastung. Lippacher erklärt: "Es sind natürlich laufende Kosten zu bezahlen bei null Umsätzen, da kann man sich vorstellen, was das für den Betreiber bedeutet."

PV-Anlagen profitieren

Beim Anteil von Strom aus erneuerbaren Quellen fehlt im Strommix deshalb viel Wasserkraft. Dafür liefern die PV-Anlagen im Hochsommer besonders viel. "Darum ist aus meiner Sicht auch der Mix der erneuerbaren Energie derart wichtig", betont Lippacher. Wenn eine Technologie durch Klima-Extreme schlechte Voraussetzungen hat, könnten andere Energieformen einspringen: "Wie eben derzeit die schlechte Wasserführung: Da springt jetzt die Photovoltaik ein."

Auch wenn im Herbst noch starke Niederschläge kommen sollten, werden sie die Wasserkraftbilanz in der Steiermark wohl nicht mehr ganz ausgleichen können, meint Lippacher: "Weil wir doch 25 bis 30 Prozent hinter den letzten Jahren sind."

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