Nach der Streichung genderbezogener Schreibweisen in Gesetzen setzt die Steiermark nun einen weiteren Schritt.
Das Land führt neue Sprachregeln für die gesamte Verwaltung ein. Genderstern, Binnen-I und ähnliche Formen sind ab sofort offiziell nicht mehr erwünscht.
Ein Kommunikationserlass, unterzeichnet von Landesamtsdirektorin Brigitte Scherz-Schar, legt fest, nach welchen Standards Behörden künftig sowohl intern als auch nach außen kommunizieren. Dabei wird auf geschlechtsneutrale Begriffe gesetzt oder, wenn nötig, explizit Frauen und Männer genannt.
Wie "5min" berichtet, ist im Erlass ausdrücklich festgelegt, dass Genderstern und Binnen-I künftig nicht mehr verwendet werden dürfen. Als Begründung nennt das Land die bessere Verständlichkeit der offiziellen Texte.
Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ) bezeichnete dies als Schritt zu mehr Klarheit in der Amtssprache. „Mit dem neuen Kommunikationserlass des Landes sorgen wir für bessere Lesbarkeit und eine Rückkehr zur sprachlichen Normalität“, so Kunasek.
Bereits Anfang März hatte die Landesregierung beschlossen, Genderstern, Binnen-I und ähnliche Schreibweisen aus allen Landesgesetzen und Verordnungen zu streichen.
Die neuen Regeln weiten diese Vorgaben nun auf die gesamte Verwaltung aus.
Die Diskussion um geschlechtergerechte Sprache dürfte damit nicht beendet sein.
Während die Landesregierung die Reform mit besserer Lesbarkeit und Einheitlichkeit begründet, sehen Kritiker einen Rückschritt bei der sprachlichen Gleichstellung.