"Das, was ab Mittwoch starten wird, ist in dieser Härte beispiellos", warnte der erfahrene Wetter-Beobachter Robert Fraungruber, Betreiber der Wetterseite "Wetter-Hausruckviertel", am Wochenende. Die von den großen Modellen errechneten Höchsttemperaturen sind zwar inzwischen etwas niedriger, der 40er bleibt aber weiterhin möglich.
UWZ-Meteorologe Nikolas Zimmermann spricht von einer "extremen Hitzewelle", die Österreich die nächsten Tage fest im Griff haben wird. Verbreitet trockenes, sonniges und stabiles Sommerwetter durch. Gleichzeitig gelangen aus Südwesteuropa zunehmend heißere Luftmassen nach Mitteleuropa, sodass die Temperaturen im weiteren Wochenverlauf markant ansteigen.
"Der erste Höhepunkt steht am 31. Juli an, ein weiterer zeichnet sich für den 3. oder 4. August ab", schreibt der Wetter-Experte. Wie heftig es wird? "Erneut geraten die Allzeitrekorde ins Visier... ob die 40-Grad-Marke wieder fällt, ist noch unklar, es wird aber knapp."
Eine Bestätigung dieser Prognose liefert auch ORF-Meteorologe Manuel Oberhuber: "Heute beginnt die zweite große Hitzewelle in diesem Jahr und besonders im Osten wird es wieder eine extreme", schreibt er auf X.
Er sieht in Wien ebenfalls zwei Hitze-Höhepunkte voraus. An diesem Donnerstag und Freitag und zu Beginn der neuen Woche sollen jeweils 39°Grad erreicht werden, eine leichte "Verschnaufpause" gibt es bei heißen 36 Grad am Samstag und Sonntag.
Auch wenn diese Hitzewelle vielleicht schwächer ausfallen sollte als bisher errechnet, kommt sie "zur Unzeit", erklärt Zimmermann: "Bereits mehrere Hitzephasen haben ihre Spuren hinterlassen. Vielerorts sind die Böden ausgetrocknet, Flüsse führen teils rekordwenig Wasser und die Gletscher sind großteils ausgeapert..."
Denn nicht einmal auf den Bergen gibt es noch Abkühlung. Die Nullgradgrenze lag in der Nacht auf Mittwoch südlich der Alpen bei fast 5000 Metern. An Europas höchstgelegener Wetterstation am Mont Blanc (4750 m) wurden am Dienstag bis zu +2 Grad gemessen.
"Einen ähnlich hohen Wert gab es heuer bislang nur am 24. Juni", hält Zimmermann fest. "In Kombination mit der anhaltenden Trockenheit ist die Situation für die Gletscher in Österreich derzeit ähnlich kritisch oder sogar noch etwas kritischer als im Rekordjahr 2022."
Am Mittwoch scheint Prognose der UBIMET meist ununterbrochen die Sonne, besonders im Westen ziehen aber auch einige Wolken durch und im Tagesverlauf gehen im Bergland lokale Hitzegewitter nieder. Diese treten nur vereinzelt auf, können aber kräftig ausfallen mit großen Regenmengen und Hagel. Abseits der Alpen bleibt es dagegen ganztags sonnig und trocken. Im Donauraum weht mäßiger, vereinzelt lebhafter Wind aus Ost bis Südost. Die Temperaturen steigen auf 29 bis 35 Grad.
Der Donnerstag verläuft häufig sonnig, ein paar Wolken ziehen aber von Beginn an durch. Vor allem im östlichen Berg- und Hügelland bilden sich tagsüber auch Quellwolken. Daraus entwickeln sich am Nachmittag einzelne Hitzegewitter, in weiten Landesteilen bleibt es aber trocken. Im Osten weht mäßiger Südostwind, inneralpin machen sich tagsüber lokale Talaufwinde bemerkbar. Meist bleibt der Wind aber schwach und mit 31 bis 37 Grad steigert sich die Hitze weiter.
Am Freitag hält das sonnige Hochsommerwetter an, höchstens vereinzelt bilden sich über den Bergen am Nachmittag Gewitter. Dabei ist dann punktuell mit großen Regenmengen zu rechnen, im weitaus größten Teil des Landes bleibt es aber weiterhin trocken. Im Osten weht mäßiger bis lebhafter Wind aus südlichen Richtungen und die Hitzewelle verschärft sich noch. Die Temperaturen steigen auf 32 bis 39 oder vereinzelt sogar 40 Grad, mit den höchsten Werten im östlichen Flachland.
Der Samstag startet im Mühl- und Waldviertel sowie generell im Westen mit einigen Wolken und mit ersten Schauern und Gewittern. Abseits davon überwiegt meist der Sonnenschein. Im Tagesverlauf bilden sich über dem Bergland von Vorarlberg bis in die Obersteiermark Quellwolken und anschließend Schauer und teils kräftige Gewitter. Im Flachland bleibt es hingegen häufig trocken und sonnig. Der Wind weht schwach bis mäßig, im Osten zeitweise lebhaft aus südlichen Richtungen. Die Hitze hält weiterhin an, mit Höchstwerten zwischen 27 und 38 Grad.
Am Sonntag ziehen von Beginn an einige Wolken durch, dazwischen scheint aber auch zeitweise längere Zeit die Sonne. Im Laufe des Vormittags bilden sich im Berg- und Hügelland erste Quellwolken und nachfolgend gehen hier Schauer und Gewitter nieder. Diese sind insbesondere im Westen kräftig mit Starkregen, Hagel und stürmischen Böen. Abseits der Gewitterböen weht häufig nur schwacher Wind. Die Temperaturen verbleiben bei schwül-heißen 30 bis 37 Grad.