"Stadt nicht vorbereitet"

40 Grad erwartet – Grüne rechnen mit Hitzeschutz ab

Vor der nächsten Hitzewelle werfen die Wiener Grünen der Stadtregierung schwere Versäumnisse beim Hitzeschutz vor und fordern sofortige Maßnahmen.
Wien Heute
29.07.2026, 12:31
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Mit Temperaturen von bis zu 40 Grad steht Wien laut Prognosen die nächste Hitzewelle des Sommers bevor. Die Wiener Grünen sehen die Stadt darauf erneut schlecht vorbereitet und üben scharfe Kritik an der rot-pinken Stadtregierung.

Grüne orten "Hitzeversagen"

"SPÖ und Neos haben nach ihrem Hitzeversagen Ende Juni nichts dazugelernt - sie wiederholen ihre Fehler, obwohl die letzte Hitzewelle schonungslos offengelegt hat, wo die rot-pinke Stadtregierung auslässt: überhitzte Schulen und Pflegeeinrichtungen, zu wenig Schatten im öffentlichen Raum, geschlossene bzw. nur eingeschränkt geöffnete 'Coolen Zonen' und fehlende Sofortmaßnahmen für gefährdete Menschen", sagt der Wiener Grünen-Chef Peter Kraus.

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Keine Lehren aus erster Hitzewelle

Zwischen der Hitzewelle Ende Juni und der nun bevorstehenden habe ausreichend Zeit bestanden, kurzfristige Maßnahmen umzusetzen. Passiert sei jedoch nichts, kritisieren die Grünen.

"Die Hitzewelle ist keine Überraschung. Sie war absehbar. SPÖ und Neos behandeln Hitze in Wien wie eine Ausnahme. Dabei sind diese Folgen der Klimakrise längst Teil unserer Realität", so Kraus.

Das fordern die Grünen

Aus Sicht der Grünen brauche Wien neben langfristigen Maßnahmen auch rasch umsetzbare Soforthilfe. "Wien braucht langfristig einen echten Hitzeschutzplan. Gerade in einer akuten Hitzewelle muss die Stadt innerhalb weniger Tage handeln können. Coole Zonen länger öffnen, mobile Beschattung aufstellen, Ventilatoren bereitstellen, vulnerable Menschen unterstützen - dafür braucht es keine jahrelangen Planungsverfahren. Es braucht politischen Willen. Die Stadt könnte, aber Bürgermeister Ludwig will nicht", sagt Kraus.

„Wir müssen die Klimakrise als Katastrophe verstehen, für die es Maßnahmen braucht – nicht nur kurzfristig, sondern auch durch Begrünung im öffentlichen Raum“
Michael LuxenbergerMargaretens Bezirksvorsteher

Auch Margaretens Bezirksvorsteher Michael Luxenberger (Grüne) kritisiert die Prioritäten der Stadtregierung. "Wir müssen die Klimakrise als Katastrophe verstehen, für die es Maßnahmen braucht – nicht nur kurzfristig, sondern auch durch Begrünung im öffentlichen Raum. Dass die Bezirksbudgets letztes Jahr eingefroren und zahlreiche Förderungen für Klimawandelanpassungen gestrichen wurden, zeigt deutlich, dass die Stadt Wien hier falsche Prioritäten für die Zukunft setzt", so Luxenberger.

Die Grünen verweisen zudem auf Maßnahmen anderer europäischer Städte. Während etwa in Prag und Rom Straßen gekühlt oder in Florenz zusätzliche Schutzräume geöffnet worden seien, bleibe Wien weitgehend untätig.

"Zynisches" Ludwig-Plakat zum Sommer

"Die Stadtregierung ist in die Sommerpause abgetaucht, der Bürgermeister mit anderen Themen rund um die Wirtschaftskammer beschäftigt, während die Wiener:innen unter der nächsten Hitzewelle leiden. Es wirkt hochgradig zynisch, wenn Bürgermeister Ludwig den Wiener:innen auf Plakaten ausrichtet, dass sie den Sommer in Wien genießen sollen", sagt Kraus.

Die Grünen fordern unter anderem einen Hitze-Krisenstab mit verbindlichem Hitzeschutzplan, längere Öffnungszeiten der "Coolen Zonen", bessere Kühlung in Schulen, Kindergärten sowie Pflegeeinrichtungen, mehr Begrünung und Schatten im öffentlichen Raum, 100.000 neue Straßenbäume bis 2030 sowie Gratis-Eintritt in Wiener Bäder an Extremhitzetagen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 29.07.2026, 12:31