Mehrere Proben genommen

Asbest-Alarm: Stadt Wien versiegelt betroffene Straßen

Nach den Asbest-Funden von Greenpeace liegen nun die Ergebnisse der Stadt Wien vor. An mehreren Straßenabschnitten wurden belastete Steine bestätigt.
Österreich Heute
24.07.2026, 11:20
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Die Aufregung um mögliche Asbest-Vorkommen in Wiener Straßen geht weiter: Nach Meldungen der Umweltorganisation Greenpeace hat die Stadt Wien nun eigene Proben untersuchen lassen. Das Ergebnis: An mehreren Stellen wurde asbesthaltiges Gestein bestätigt.

Betroffen sind laut Stadt aktuell die Rosenhügelstraße, Anton-Freunschlag-Gasse, Bertegasse, Wernergasse und Stieglergasse. Weitere von Greenpeace gemeldete Flächen werden derzeit noch überprüft.

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Straßen werden versiegelt

Um eine Freisetzung gefährlicher Fasern zu verhindern, setzt die Stadt nun auf eine Versiegelung der betroffenen Bereiche. Dabei wird eine neue Deckschicht aufgetragen, die das Material einschließt. "Eine Versiegelung ist in kurzer Zeit umsetzbar, das asbesthaltige Material wird überdeckt und eingeschlossen, eine Freisetzung von Asbestfasern wirksam unterbunden", erklärt Wolfgang Ablinger, stellvertretender Abteilungsleiter der MA 28.

Gefahr vor allem bei Arbeiten am Belag

Problematisch könnte das Material laut Experten vor allem dann werden, wenn Straßenbeläge aufgebrochen, gefräst oder abgetragen werden. Der Leiter der Abteilung Umwelthygiene und Umweltmedizin an der MedUni Wien, Hans-Peter Hutter, sagt: "Aus umweltmedizinischer Sicht ist entscheidend, ob Asbestfasern tatsächlich freigesetzt und eingeatmet werden können. Wird asbesthaltiges Material fest in einer Asphaltoberfläche gebunden, ist das Risiko einer Faserfreisetzung grundsätzlich als sehr gering einzustufen."

Mehr Vorsicht in Zukunft

Die MA 28 geht davon aus, dass das Asbestgestein bei früheren Ausgrabungen oder lokalen Instandsetzungsarbeiten eingebaut worden sein könnte. Die betroffenen Stellen werden nun in einem Register erfasst. Künftige Arbeiten sollen dort nur noch unter speziellen Bedingungen möglich sein.

Lob für das Vorgehen der Stadt kommt von Greenpeace. "Die Stadt Wien handelt vorbildlich. Jede Verdachtsfläche wird von den Behörden geprüft und es werden unverzüglich Maßnahmen gesetzt", sagt Stefan Stadler vom Investigativ-Team der Organisation. Insgesamt habe Greenpeace bereits 40 Verdachtsflächen an die Stadt weitergemeldet.

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