Dämpfer für Rapid! In einem über weite Strecken ereignisarmen Duell kassierten die Hütteldorfer gegen Schlusslicht GAK eine bittere 1:2-Niederlage. Die Partie wurde allerdings von der schweren Verletzung von Zeteny Jano überschattet, der sich nach einem Zweikampf vermutlich den Knöchel brach. Die Grazer holten dank eines Elfmetertreffers von Kapitän Daniel Maderner (67.) und eines späten Tores von Ramiz Harakate (84.) ihren erst zweiten Saisonsieg – zugleich den ersten in der Fremde.
Zwar sorgte Ercan Kara mit einem sehenswerten Fersentor (73.) für den zwischenzeitlichen Ausgleich, doch am Ende reichte es für Rapid nicht. Damit verpassten die Wiener den Sprung an die Tabellenspitze und bleiben auf Rang zwei. Der GAK hingegen gab die Rote Laterne an Blau-Weiß Linz ab und kletterte mit nun zwölf Punkten aus 14 Spielen auf Platz elf.
Vor rund 19.000 Zuschauern im Allianz Stadion startete Rapid druckvoll in die Partie, hielt den Ball in den eigenen Reihen und kam früh zu gefährlichen Annäherungen. Die beste Möglichkeit vergab dabei Nikolaus Wurmbrand, der eine Hereingabe im Strafraum wuchtig volley nahm, jedoch an der starken Parade von GAK-Keeper Jakob Meierhofer scheiterte (20.).
Der GAK blieb mutig und setzte immer wieder offensive Nadelstiche, ehe sich das Spiel schlagartig veränderte: Zeteny Jano knickte bei einem Zweikampf unglücklich um, blieb unter heftigen Schmerzen liegen und musste von Sanitätern mit Tränen in den Augen vom Feld gebracht werden. Laut Informationen von "Sky" erlitt der 20-Jährige einen Knöchelbruch. Kurz vor der Pause folgte der nächste Dämpfer: In der 44. Minute ging Rapids Serge-Philippe Raux-Yao nach einem Eckball mit einer Muskelverletzung zu Boden und musste vom Feld begleitet werden.
Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit fehlte dem Spiel der Rhythmus. Viele Ungenauigkeiten prägten das Geschehen und echte Chancen blieben rar. Erst ein umstrittener Handelfmeter, den GAK-Kapitän Daniel Maderner eiskalt verwandelte, brachte Bewegung in die Partie (67.).
Rapid antwortete prompt: Ercan Kara glich per Ferse sehenswert zum 1:1 aus (73.). In dieser stärksten Phase der Hütteldorfer lag sogar die Führung in der Luft. Doch mitten in der Rapid-Drangphase schlug der GAK eiskalt zurück: Ramiz Harakate traf nach einem perfekten Tiefenlauf sehenswert zum 2:1 (84.). Trotz wütender Schlussoffensive und sieben Minuten Nachspielzeit gelang Rapid kein weiterer Treffer. Nach dem Abpfiff wurde es ungemütlich: Die Fans pfiffen lautstark und skandierten "Wir wollen Rapid sehen!”.