3:1! Die unheimliche Serie von Trainer-Rückkehrer Didi Kühbauer geht weiter. Sechstes Spiel seit dem Wechsel von Wolfsberg zum LASK, sechster Sieg, fünf davon in der Liga. Die Linzer gewinnen am Sonntag das Topspiel in Bundesliga-Runde 14 bei Meister Sturm Graz. Sie sind neuer Vierter, Sturm rutscht auf Platz fünf ab.
Salzburg verspielt gegen Wattens parallel ein 2:0 und den scheinbar sicheren Sieg, kassiert dabei in Überzahl das späte 2:3. Damit kann Rapid mit einem Sieg im abschließenden Abendspiel der Runde auf Platz eins klettern (17 Uhr live gegen GAK, "Heute"-Liveticker).
Auch der Fehlstart mit dem Gegentor in Minute sieben kann die Kühbauer-Elf nicht stoppen. Topstar Otar Kiteishvili überlupft Goalie Lukas Jungwirth mit einem gefühlvollen Kopfball. Die Gäste lassen sich davon nicht aus dem Konzept bringen, spielen Sturm über weite Strecken der ersten Halbzeit förmlich an die Wand. Vor dem Rauswurf von Kurzzeit-Coach Joao Sacramento schien die Meisterrunde für den LASK illusorisch. An diesen taktisch ungeordnet und läuferisch lustlos wirkenden LASK erinnert heute nur mehr wenig.
Kasper Jörgensen (25.) und Moses Usor (27.) drehen das Spiel. Jörgensen verwertet eine Bello-Flanke per Volley. Usor entwischt der Abwehr und chipt gefühlvoll. Vor und nach dem Doppelschlag muss Oliver Christensen im Tor der "Blackys" mehrfach rettend eingreifen.
Und er hält sein Team damit im Spiel. Sodass Jon Gorenc Stankovic unmittelbar nach dem Seitenwechsel beinahe zum Ausgleich kommt. Nach starkem Kiteishvili-Doppelpack trifft der Slowene Aluminium (50.). Stattdessen macht auf der Gegenseite Krystof Danek (60.) das entscheidende 3:1.
Moussa Yeo (11.) und Edmund Baidoo (37.) sorgen in Salzburg indes schnell für scheinbar klare Verhältnisse. Die "Bullen" haben ihre gute Form auch über die Länderspielpause hinaus konserviert, bestimmen das Spielgeschehen und haben klares Chancen-Übergewicht.
Baidoo lässt Anfang der zweiten Halbzeit die größte Chance auf die Vorentscheidung liegen. Sein Lapsus fällt wenig später ins Gewicht.
Nikolai Baden Frederiksen, ehemaliger Torschützenkönig der Bundesliga, tanzt Jannik Schuster im Strafraum mit einem Gurkerl aus, schiebt zum 1:2 ein (64.).
Wieder hat Yeo auf der Gegenseite die große Chance, den alten Vorsprung wiederherzustellen und damit wohl alles klarzumachen. Er trifft nur die Stange (72.).
Wieder klingelt es stattdessen im Tor von Teamgoalie Alex Schlager: Nach Freistoß-Flanke und Gestocher schiebt Jamie Lawrence ein (74.). 2:2!
Es soll noch schlimmer kommen. Obwohl Matthäus Taferner bei den Gästen mit Gelb-Rot vom Platz fliegt, holt "Joker Ola Adebomi nach Foul von Diabate einen Elfmeter raus. Den verwandelt Kapitän Valentino Müller souverän zum 3:2-Sieg (96.).