126 Mitarbeiter betroffen – Linzer Installateur pleite

Der Linzer Installationsfirma "Small" ist in die Insolvenz geschlittert. (Symbolbild)
Der Linzer Installationsfirma "Small" ist in die Insolvenz geschlittert. (Symbolbild)iStock
Fast 15 Millionen Euro Forderungen! Der Linzer Installations-Betrieb "Small" ist in die Insolvenz gerutscht. 126 Mitarbeiter sind betroffen.

Auf dem Linzer Landesgericht wurde am Mittwoch ein Sanierungsverfahren über das Unternehmen "Small" eröffnet. Die Firma, mit Standorten Linz und Wien, war im Bereich der Wärme-, Klima- und Sanitäranlagen tätig.

Laut dem Gläubigerschutzverband Creditreform stehen den 14,7 Millionen Euro an Passiva rund 3,6 Millionen Euro Aktiva gegenüber.

Pandemiebedingte Mehrausgaben

Insgesamt 126 Mitarbeiter seien davon betroffen. Laut den Gläubigerschutzverbänden sei die Insolvenz auf pandemiebedingte Mehrausgaben zurückzuführen, die nicht an die Auftraggeber weitergegeben werden konnten.

Versuchte Maßnahmen zur Verbesserung hätten außerdem nicht zum erhofften Erfolg geführt. "Das Unternehmen soll fortgeführt werden", lautet es in der Mitteilung von Creditreform.

Ein weiterer Grund für das finanzielle Fiasko seien coronabedingte Ausfälle in Montageteams. Außerdem wären bereits zugesagte Zeitpläne von Projekten nur durch Zukauf von Leasing-Personal durchführbar gewesen. Zusätzlich hätten sich ausgemachte Fixpreise negativ auf den Gewinn ausgewirkt.

Traditionsbäckerei droht Schließung

"Heute" berichtete vor kurzem über einen weiteren OÖ-Traditionsbetriebs, der kurz vor der Schließung steht: Der Bäckerei Weinhäupl in Altheim (Bez. Braunau) droht ebenfalls die Insolvenz. Der Besitzer Markus Weinhäupl hatte die laute Selbstdefinition "älteste Bäckerei Österreichs" 1994 von seinen Eltern übernommen.

Zuletzt gingen die Umsätze aber zurück. Nach Angaben des KSV wurde die Bäckerei "jahrelang positiv geführt". Aber: "In den letzten Jahren und während der Coronapandemie ist jedoch mit einem Umsatzrückgang und einer Steigerung der Kosten ein deutlicher Kreditrückstand aufgelaufen, der mit den laufenden Einnahmen nicht mehr abgedeckt werden kann."

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