14-Jährige wegen "zu starker" Maske aus Bus geworfen

Eine Schülerin wurde aus dem Bus geworfen und im Nirgendwo stehen gelassen. Schuld war die "falsche" Maske.
Eine Schülerin wurde aus dem Bus geworfen und im Nirgendwo stehen gelassen. Schuld war die "falsche" Maske.Patrick Pleul / dpa / picturedesk.com
Ein 14-jähriges Mädchen wurde in Oberösterreich vom Lenker eines Schulbusses aus dem Fahrzeug geworfen. Nicht, weil es keine Maske trug, im Gegenteil.

Der Fall klingt unglaublich: In Oberösterreich schmiss ein Schulbus-Lenker eine 14-Jährige aus dem Fahrzeug. Der Grund war nicht etwa eine fehlende, sondern eine "zu hochwertige" Schutzmaske. Das Mädchen trug demnach eine Premium-Schutzmaske des Salzburger Unternehmens Alpgard. Diese soll nicht nur die Schutzbestimmungen einer klassischen FFP2-Maske erfüllen, sondern auch entsprechend zertifiziert und weit höherwertiger als die "normalen" Masken sein.

Kurz: Das Mädchen hatte die FFP2-Maskenpflicht eigentlich übererfüllt. "In der Verordnung des Bundesministeriums ist klar geregelt, dass auch höherwertige Masken dort eingesetzt werden können, wo die FFP2-Maskenpflicht gilt", sagt Elisabeth Kögl-Niemetz, Geschäftsführerin des Salzburger Unternehmens. Weil diese aber eher einer Stoffmaske ähneln, als der klassischen FFP2-Maske, komme es aber immer wieder zu heftigen Reaktionen auf die Trägerinnen und Träger.

"Ein massiver Schock für die Betroffene, ihre Eltern und für uns als Unternehmen"

"Der Busfahrer hat sich dabei weder von der Erklärung des Mädchens, noch durch das Vorlegen des entsprechenden Zertifikats, das die Höherwertigkeit gegenüber der FFP2-Maske belegt, abbringen lassen und das Mädchen um 7 Uhr morgens mitten im Nirgendwo stehen lassen", so Kögl-Niemetz. Es sei ein "massiver Schock für die Betroffene, ihre Eltern und für uns als Unternehmen" gewesen. Auch der Busfahrer habe sich "verbal nicht unbedingt zurückgehalten".

Die Unternehmens-Chefin beklagt, dass trotz entsprechenden Zertifikaten und einem Button mit dem Hinweis auf die Zulässigkeit, die Masken beziehungsweise deren Träger immer wieder in Probleme geraten würden, "die meines Erachtens auch auf die mangelnde Information seitens der offiziellen Stellen zurückzuführen sind. Dass neben FFP2 eben auch höherwertigere Masken zulässig sind, weiß einfach niemand und es wird weder in den vielen Inseraten der Bundesregierung, noch bei den Aushängen in öffentlichen Verkehrsmitteln, Einkaufshäusern, Lebensmittelmärkten oder Arztpraxen mitkommuniziert".

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