Am Bahnhof in Bruck an der Mur versetzte ein 15-Jähriger aus Deutschlandsberg Passanten unter Schock. Denn der Jugendliche, der zu diesem Zeitpunkt aus einer Betreuungseinrichtung in Bruck an der Mur als abgängig gemeldet worden war, holte eine Airsoft-Pistole aus einem Rucksack und betätigte den Abzug.
Mit der Pistole, die einer echten Waffe stark ähnelte, hat er seine 25-jährige Betreuerin bedroht. Diese bekam daraufhin Angst und verständigte die Polizei. Da die Betreuerin gegenüber der Polizei angegeben hatte, dass der 15-Jährige vermutlich in Knittelfeld aus dem Zug aussteigen werde, verständigte die Landesleitzentrale die zuständigen Polizeistreifen.
Nach Rücksprache mit den ÖBB wurde zusätzlich eine polizeiliche Absicherung des Bahnhofes Knittelfeld veranlasst. Der Zugverkehr war von 15:00 Uhr weg für rund 15 Minuten gesperrt. Insgesamt standen sieben Streifen im Einsatz.
Der 15-Jährige wurde im Zug festgenommen, dabei kam niemand zu Schaden. Da es sich bei einer Softair um keine Waffe im Sinne des Waffengesetzes handelt, wird der Jugendliche strafrechtlich gesehen wegen des Verdachtes der gefährlichen Drohung zum Nachteil seiner Betreuerin an die Staatsanwaltschaft Leoben angezeigt werden. Hinsichtlich der Airsoft-Pistole wurde seitens der Polizei ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen.