Dramatische Szenen am Dienstagnachmittag bei Manching im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm: Bei Temperaturen von mehr als 30 Grad ist ein Regionalzug mit einem Auto kollidiert. Rund 150 Passagiere sitzen nach dem Unfall vorerst im Zug fest.
Zu dem Zusammenstoß kam es an einem beschrankten Bahnübergang. Warum sich das Auto auf den Gleisen befand und wie es genau zur Kollision kommen konnte, ist derzeit noch völlig unklar.
Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Wagen von den Gleisen geschleudert und blieb seitlich liegen. Der Lenker konnte sich nicht selbst aus dem Fahrzeug befreien. Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten ihn mit technischem Gerät aus dem Wrack holen. Anschließend wurde der Verletzte zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht.
Der Regionalzug fuhr nach der Kollision noch rund 250 Meter weiter und kam schließlich mitten in einem kleinen Waldstück zum Stillstand. Für die rund 150 Passagiere begann damit bei großer Hitze eine belastende Wartezeit.
Ein unkontrolliertes Aussteigen auf offener Strecke ist nicht möglich. Die Feuerwehr versorgt die Menschen deshalb mit Getränken und bereitet gleichzeitig eine mögliche Evakuierung vor.
Damit die Passagiere den Zug sicher verlassen können, schneiden Einsatzkräfte nahe dem Bahnübergang sogar eine kleine Schneise in den Wald. So soll ein Weg vom Zug zur Straße geschaffen werden.
Wann die Passagiere den Regionalzug verlassen können, war zunächst noch offen. Wie es zu dem Unfall an dem beschrankten Bahnübergang kommen konnte, müssen nun die Ermittlungen klären.