Neue schwere Vorwürfe erschüttern das Vermächtnis von Michael Jackson (†50). Jahrzehnte nach den ersten Anschuldigungen meldet sich nun die Familie Cascio zu Wort – mit einer Klage, die es in sich hat.
Im Zentrum steht Dominic Cascio (39). Als Kind war er dem Popstar so nah wie kaum jemand. Heute blickt er auf alte Fotos zurück – und spricht von Angst und Verwirrung. Der Vorwurf: Michael Jackson soll ihn und auch seine Geschwister über Jahre hinweg missbraucht haben.
Die Familie geht nun juristisch gegen den Nachlass des Sängers vor. In der Klageschrift ist von Manipulation, Kontrolle und "Gehirnwäsche" die Rede. Zudem behaupten die Geschwister, sie seien mit Verträgen zum Schweigen gebracht worden.
Brisant: Die Cascios gehörten einst zu Jacksons engstem Umfeld. Gerade in den 90er-Jahren, als erstmals Missbrauchsvorwürfe öffentlich wurden, hielten sie zu ihm und verteidigten ihn. Ihr Anwalt Howard King erklärt: Für Opfer sei es nicht ungewöhnlich, den Täter zu schützen und Geschehenes zu verdrängen.
Jetzt also die Kehrtwende – und eine Klage vor einem Bundesgericht in Los Angeles.
Die Vorwürfe beziehen sich laut Dokumenten auf mehrere Jahre und sollen sich an verschiedenen Orten weltweit abgespielt haben, darunter auch während Dreharbeiten zum Song "They Don’t Care About Us". Neue Fotos aus dieser Zeit sorgen zusätzlich für Aufsehen – auch wenn sie allein keinen Beweis darstellen.
Die Gegenseite reagiert scharf.
Anwalt Marty Singer, der den Nachlass vertritt, spricht von einem "verzweifelten Versuch", an Geld zu kommen. Er betont, die Familie habe Michael Jackson über Jahrzehnte öffentlich verteidigt – sogar noch nach dessen Tod im Jahr 2009, unter anderem in einem Interview mit Oprah Winfrey.
Zudem habe die Familie laut ihm eine Zahlung in Millionenhöhe gefordert und mit Öffentlichkeit gedroht.
Bereits zuvor hatten die Geschwister eine ähnliche Klage eingereicht – ein Gericht entschied jedoch, dass der Fall über ein privates Schiedsverfahren geklärt werden müsse. Auch das wird nun wieder Thema.
Fest steht: Die Vorwürfe wiegen schwer. Gleichzeitig gilt – wie immer in solchen Fällen – die Unschuldsvermutung.
Und: Michael Jackson selbst hat die Anschuldigungen zu Lebzeiten stets vehement bestritten.