Kosten-Schock in Wien

1.700 Euro! Paar kocht wegen Wasser-Nachzahlung vor Wut

Einem Wiener flatterte ein unliebsamer Brief nachhause. Sein Energieanbieter forderte darin eine Nachzahlung von über 1.700 Euro.
Justine Gull
26.01.2026, 18:44
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Zwischen der galoppierenden Inflation und dem Sparkurs der Regierung leidet die österreichische Bevölkerung unter der Teuerung. Besonders jetzt kann ein Brief vom Stromanbieter Kunden in Angst und Schrecken versetzen. So auch "Heute"-Leser Max* (Name von der Redaktion geändert), den eines Morgens eine böse Überraschung im Briefkasten erwartete.

Das sagt Wien Energie dazu

Nichtsahnend öffnete er das Schreiben von Wien Energie, dann der Schock: Eine Nachzahlung von satten 1.727,70 Euro wurde von ihm für Wärme sowie Warm- und Kaltwasser verlangt. "Wir waren definitiv überrascht – vor allem, da es im Vergleich zu letztem Jahr einfach viel höher ist", so der Wiener gegenüber "Heute". Seine Partnerin und er gingen sofort zu Wien Energie, um die Sache zu klären. Zunächst wurde nämlich ein Fehler beim Stromablesen vermutet.

Auf "Heute"-Nachfrage konnte Wien Energie die Situation aufklären. Der Grund für den Kosten-Schlag ist nämlich eher ungewöhnlich: Ausschlaggebend war der hohe Kaltwasserverbrauch in der Wohnung – so ist dieser rund fünfmal höher als der Durchschnitt im Gebäude. Der Warmwasserverbrauch ist rund 2,5 Mal höher. Der Grund für den hohen Verbrauch kann hierbei vielseitig sein. So kann es entweder an der Personenanzahl in der Wohnung liegen oder aber auch am Individualverbrauch.

Die Zähler wurden das letzte Mal Ende 2024 einer Prüfung unterzogen und sollten einwandfrei funktionieren. Die betroffenen Bewohner können eine erneute Zählerüberprüfung beantragen. Der Haken dabei: Sollte er funktionieren, ist die Überprüfung kostenpflichtig.

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"Wir können dem Kunden gerne eine zinsfreie Ratenvereinbarung über den offenen Betrag anbieten", so der Pressesprecher gegenüber "Heute". Auch eine Anpassung der Teilbeträge ist möglich. Wichtig dabei ist jedoch, dass eine Teilbetragsreduktion nur dann sinnvoll ist, wenn auch das Verbrauchsverhalten verändert wird – ansonsten besteht das Risiko einer Nachzahlung.

Für Max ist das ein Schock: "Wir wissen nicht, wie der Kaltwasserverbrauch so hoch sein kann. Das kann nicht sein – vor allem nicht bei den eisigen Temperaturen." Ob es nun ein Fehler beim Ablesen ist oder doch an etwas anderem liegt, bleibt ungeklärt.

{title && {title} } Gul, {title && {title} } Akt. 26.01.2026, 18:47, 26.01.2026, 18:44
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