Nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs bei Gaming (Bezirk Scheibbs), bei dem zwei Menschen ums Leben kamen, rückt das Schicksal der beiden Überlebenden in den Fokus. Laut Polizei handelt es sich bei den Schwerverletzten um einen 41-jährigen Mann und dessen 15-jährige Nichte.
Die beiden waren gemeinsam mit dem 47-jährigen Piloten und einer 47-jährigen Bekannten der Familie auf einem Rundflug unterwegs. Der Ausflug ins Salzkammergut könnte laut "Kronen Zeitung" ein Geschenk des 41-Jährigen gewesen sein. Für den Piloten und die Frau kam nach dem Absturz jede Hilfe zu spät.
Die beiden Verletzten wurden mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser gebracht. Nach aktuellen Informationen könnte die 15-Jährige das Spital bereits am Montag wieder verlassen. Ihr Onkel wird weiterhin auf der Intensivstation medizinisch versorgt.
Unterdessen laufen die Ermittlungen zur Ursache des Unglücks weiter. Nach ersten Erkenntnissen könnte ein technischer Defekt am Motor der Piper PA-28 zum Absturz geführt haben. Noch am Sonntag wurde eine Obduktion des Piloten angeordnet. Das Landeskriminalamt Niederösterreich hat die Ermittlungen übernommen, auch die Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes wurde eingeschaltet. Die Wrackteile des Flugzeugs wurden inzwischen geborgen und von der Polizei sichergestellt.
Der Einsatz im steilen Waldgelände stellte die Rettungskräfte vor große Herausforderungen. "Als wir an der Einsatzstelle eintrafen, war sofort klar, dass jede Minute zählt. Unsere Bergretter begannen unmittelbar mit der Erstversorgung, ehe unsere Bergrettungsärzte die weitere medizinische Versorgung übernehmen konnten. Gleichzeitig war die Sicherung des steilen Geländers für alle eingesetzten Organisationen unabdingbar. Somit konnten die Verletzten so schnell wie möglich aus der Gefahrenzone gebracht werden, um ihnen die bestmögliche Versorgung zu ermöglichen", erklärt Michael Stulik, Einsatzleiter der Bergrettung Lackenhof, der "Krone".
Die Maschine war am Sonntag in Seitenstetten gestartet und gegen 11.40 Uhr in einem Waldgebiet bei Neuhaus abgestürzt. Mitglieder der Jugendfeuerwehr beobachteten den Absturz auf ihrer Heimfahrt vom Landestreffen in Küb. Mehrere Ohrenzeugen berichteten laut einem Bericht der Tageszeitung von "auffälligen Motorengeräuschen", die auf einen technischen Defekt hindeuten könnten.
Was den Absturz letztlich verursacht hat, soll nun die Auswertung der geborgenen Wrackteile und die weiteren Ermittlungen zeigen.