Durch zwei ganz späte Tore gewinnt Sturm Graz gegen Rapid mit 2:0. Die Steirer verpassen dennoch den dritten Meistertitel in Folge – weil der LASK im Parallelspiel gegen die Austria die Nerven behält und mit 3:0 gewinnt. Rapid steht durch die Niederlage als Fünfter der Meistergruppe fest und muss damit ins unbeliebte Europacup-Playoff. Dort wartet als Gegner entweder Ried oder der WAC.
Bitter aus Sicht der Hütteldorfer: Mit einem Sieg in der Steiermark hätten die Grün-Weißen sogar noch auf den dritten Tabellenplatz springen können, weil zeitgleich die direkte Konkurrenz aus Salzburg und Favoriten ebenfalls Niederlagen einstecken musste. So ist die Austria, trotz ihrer Niederlage gegen den LASK, der lachende Dritte. Die Veilchen haben als Vierter der Meistergruppe einen Startplatz in der Qualifikation für die Conference League (2. Runde) sicher.
Und auch die Bullen haben Grund zu feiern – obwohl sie gegen Hartberg eine klare 1:3-Niederlage hinnehmen mussten. Sie stehen als Tabellendritter in der Qualifikation für die Europa League (3. Runde). Für die Steirer bringt der Sieg gegen Salzburg tabellarisch zwar nichts mehr – schon vor dem Spieltag standen sie als Letzter der Meistergruppe fest. Dennoch war das Ergebnis ein historisches: Für Hartberg war es in der Vereinsgeschichte der erste Sieg in der Red Bull Arena. Zuvor setzte es 18 Niederlagen und erst dreimal konnte man mit einem Punktgewinn die Heimfahrt antreten.
Gizo Mamageishvili (88.) der zuvor aus der Startformation geschmissen wurde, weil er eine Minute zu spät zur Teambesprechung kam und Stefan Hierländer (bei seinem Abschiedsspiel 90+1.) mit einem Traumfreistoß schossen die Steirer gegen Rapid ganz spät zum Sieg. Davor scheiterte das Team von Fabio Ingolitsch eins ums andere Mal an der eigenen Chancenauswertung und am stark parierenden Rapid-Schlussmann Niklas Hedl. Die Hütteldorfer hingegen agierten lange in Unterzahl. Winter-Rückkehrer Yusuf Demir sah nach einem Schuhwurf in Richtung des vierten Offiziellen in der 22. Spielminute die Rote Karte.
Hartberg durfte durch Treffer von Marco Hoffmann (22.), Fabian Wilfinger (42.) und Damjan Kovacevic (90.) jubeln. Salzburgs Shootingstar Kerim Alajbegovic (83.) erzielte den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer.