Jugendliche ist untergetaucht

20.000 Euro Belohnung! Polizei jagt Killerin (17)

Mehr als vier Monate nach dem gewaltsamen Tod eines 17-Jährigen in Deutschland fehlt von der tatverdächtigen Angela jede Spur.
André Wilding
13.06.2026, 13:30
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Seit 141 Tagen suchen Ermittler nach einer Jugendlichen, die im Verdacht steht, einen 17-Jährigen getötet zu haben. Trotz Fahndung und veröffentlichter Fotos konnte die deutsche Schülerin bisher nicht gefunden werden.

Die 17-Jährige soll am 14. Jänner in Castrop-Rauxel (Nordrhein-Westfalen) den gleichaltrigen Onur bei einem Treffen hinter einem verlassenen Jugendheim mit einem Messer verletzt haben. Der Jugendliche erlitt dabei eine tödliche Halsverletzung. Trotz der Bemühungen von Zeugen, Polizisten und Sanitätern starb der 17-Jährige.

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Tat war offenbar geplant

Nach Angaben der Ermittler kannten sich die beiden. Zunächst hatte die Jugendliche erklärt, sie habe sich gegen einen sexuellen Übergriff verteidigt. "Sie gab zunächst an, dass sie sich in Notwehr gegen einen sexuellen Übergriff des 17-Jährigen verteidigt habe", sagte Staatsanwalt Henner Kruse gegenüber der BILD.

Da sich dieser Verdacht zunächst nicht ausschließen ließ, wurde die Jugendliche wieder freigelassen. Später sollen Ermittler bei der Auswertung ihres Mobiltelefons Hinweise gefunden haben, die auf eine geplante Tat hindeuten könnten. Daraufhin wurde ein Haftbefehl erlassen. Zu diesem Zeitpunkt war die Verdächtige bereits verschwunden.

Die Staatsanwaltschaft leitete eine öffentliche Fahndung ein. Fotos der Jugendlichen wurden in ganz Deutschland verbreitet. Zusätzlich setzte die Familie des Opfers eine Belohnung von 20.000 Euro für Hinweise aus, die zu ihrer Ergreifung führen, berichtet die deutsche Boulevardzeitung.

"Es geht um Gerechtigkeit"

Die Mutter des getöteten Jugendlichen hofft weiterhin auf Aufklärung. Ihr Anwalt Burkhard Benecken sagt in der BILD: "Meiner Mandantin geht es um Gerechtigkeit. Sie bittet Angela, sich zu stellen und endlich die Wahrheit zu sagen. Sie will genau wissen, was zum Tod ihres geliebten Sohnes geführt hat. Außerdem möchte sie, dass das Märchen von dem sexuellen Übergriff ein für alle Mal aus der Welt geschafft und der gute Ruf von Onur wiederhergestellt wird. Onur hat alle Menschen respektvoll behandelt und hat Gewalt gegenüber Frauen gehasst."

Auch der Verteidiger der Jugendlichen appellierte laut BILD-Bericht an seine Mandantin, sich den Behörden zu stellen. Wo sich die 17-Jährige derzeit aufhält, ist weiterhin unklar. Die Ermittler gehen allerdings davon aus, dass sie bei ihrem Verschwinden Unterstützung erhalten haben könnte.

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