Ein geplanter Rundflug über den Lago Maggiore endete am Freitag in einer Tragödie. Ein Schweizer Unternehmer kam beim Absturz seines Privathubschraubers ums Leben, drei deutsche Passagiere wurden verletzt.
Das Unglück ereignete sich nahe der Gemeinde Lesa am Westufer des Sees auf italienischer Seite. Nach Angaben der Rettungskräfte war der Hubschrauber kurz zuvor vom Gelände einer Villa gestartet, die dem späteren Todesopfer gehörte.
Ersten Erkenntnissen zufolge konnte das Fluggerät nach dem Start nicht ausreichend an Höhe gewinnen. Stattdessen soll es sich in Bäumen verfangen haben, bevor es zu Boden stürzte. Warum es dazu kam, ist derzeit noch unklar.
Bei dem Verstorbenen handelt es sich laut Rettungsdiensten um einen Unternehmer aus der Schweiz. Er lebte den Angaben zufolge bereits seit mehreren Jahren in der Villa am Lago Maggiore. Wie die Tageszeitung "La Stampa" berichtet, war der Mann in der Region gut bekannt. Auf dem Anwesen fanden demnach regelmäßig Konzerte statt. Zudem soll er seit einiger Zeit mit seinem Hubschrauber Rundflüge für Touristen angeboten haben.
An Bord befanden sich insgesamt vier Personen. Die drei weiteren Insassen stammen laut Behörden aus Deutschland und wurden bei dem Absturz verletzt. Zwei von ihnen, vermutlich ein Ehepaar, mussten mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden. Nach ersten Informationen schweben sie nicht in Lebensgefahr.
Der dritte Verletzte wurde mit einem Krankenwagen in eine andere Klinik transportiert. Nähere Angaben zu den Betroffenen machten die Behörden zunächst nicht.
Die Gruppe wollte offenbar einen Rundflug über den Lago Maggiore unternehmen. Der See an der Grenze zwischen Italien und der Schweiz ist nach dem Gardasee der zweitgrößte See Italiens und zählt zu den beliebtesten Urlaubszielen der Region.