Eine Frau steht in Südkorea unter zweifachem Mordverdacht. Laut Ermittlern soll sie vor den Taten mehrfach die Künstliche Intelligenz ChatGPT befragt haben. Konkret hatte es die 21-Jährige, von der bisher nur der Nachname Kim bekannt ist, auf möglichen Wechselwirkungen von Medikamenten und Alkohol abgesehen.
Laut BBC-Bericht hat die Polizei bei der Auswertung ihres Mobeltelefons eine Reihe inkreminierender Suchanfragen offenbar bei ChatGPT entdeckt:
Bei ihren Einvernahmen soll Kim zugegeben haben, ihren Opfern verschreibungspflichtige Beruhigungsmittel in die Getränke gemischt zu haben. Allerdings schützte sie Unwissenheit hinsichtlich der tödlichen Wirkungen höherer Dosen vor.
Das nehmen ihr die Ermittler jedoch nicht ab. Die 21-Jährige sei sich "vollkommen bewusst gewesen, dass der Konsum von Alkohol zusammen mit Drogen zum Tod führen kann", wird ein Beamter durch BBC zitiert.
Der erste mutmaßliche Angriff soll am 28. Jänner getätigt worden sein. Kim soll sich mit einem Mann in einem Motel im Seouler Stadtbezirk Gangbuk getroffen haben und es zwei Stunden später alleine wieder verlassen haben. Am nächsten Tag wurde ihr Begleiter tot in dem Zimmer entdeckt.
Nach knapp zwei Wochen, am 9. Februar, soll sie mit ihrem zweiten Opfer nach selbem Schema vorgegangen sein. Auch für diesen Mann gab es keine Rettung mehr.
Doch die Ermittler haben noch mehr herausgefunden: Erstmals soll die junge Frau im Dezember 2025 zugeschlagen haben. Sie soll ihrem damaligen Partner auf einem Café-Parkplatz unbemerkt ein Medikament ins Getränk gemischt haben. Er hatte Glück: Er wurde zwar ohnmächtig, wachte aber wieder auf.
Die Ermittler vermuten, dass die 21-Jährige daraufhin die Dosen der Substanzen erhöht haben könnte – und dazu ChatGPT konsultiert hatte.
Am 11. Februar, zwei Tage nach ihrem mutmaßlich zweiten Mord, wurde die Verdächtige festgenommen. Über ihr Motiv kann bisher nur spekuliert werden. Die Ermittlungen gehen weiter.