Vor der kroatischen Insel Ilovik haben Archäologen ein fast 2200 Jahre altes römisches Schiffswrack untersucht, das bereits 2016 entdeckt wurde. Zwischen 2018 und 2022 legten sie die Überreste in nur etwa vier Metern Tiefe in der Paržine-Bucht frei.
Die Fachleute nahmen zehn Proben der klebrigen Beschichtung und analysierten sie mit massenspektrometrischen Methoden. Das Ergebnis überraschte selbst die Experten.
Wie spektrum.de berichtet, war die Schiffshülle innen wie außen mit einer dicken Teerschicht eingestrichen worden. Der Stoff bestand aus Teer von Kieferngewächsen. Dafür musste Nadelholz unter Luftabschluss erhitzt werden.
Besonders spannend: Das Schiff wurde offenbar bei vier Gelegenheiten neu bestrichen. Heck und Schiffsmitte trugen dieselbe Schicht, den Bug hingegen bedeckten drei unterschiedliche Anstriche.
Eine Pollenanalyse zeigte, dass die Reparaturen in verschiedenen Häfen der Adria- und Mittelmeerregion durchgeführt wurden. Die wasserdichte Beschichtung war damals wie heute unverzichtbar, um Schiffe seetauglich zu machen.