Ein besonders skurriler Betrugsfall hat am Mittwoch das Salzburger Landesgericht beschäftigt. Zwei Serben sollen versucht haben, Kartoffelpüree-Pulver als Kokain zu verkaufen.
27.000 Euro wollten die Männer laut Anklage für die vermeintliche Droge haben. Zur Übergabe kam es allerdings nie. Die Angeklagten gingen verdeckten Ermittlern der Polizei ins Netz.
Besonders auffällig: Das Pulver war laut Justiz noch in den Originalverpackungen verpackt - lediglich verstaut in einem neutralen Karton.
Vor Gericht erschien nur einer der beiden Angeklagten. Der 26-Jährige gestand die Tat. Sein Verteidiger erklärte, der Mann sei provoziert worden. Ein Informant der Polizei habe ihm nach einem Streit um Geld in einer Wiener Sprachschule angeboten, die Differenz zurückzuzahlen - unter der Bedingung, ein Kilo Kokain zu besorgen.
Da der Angeklagte laut Verteidigung "keinen Zugang zu Kokain" gehabt habe, sei er auf die Idee mit dem Kartoffelpüree gekommen.