3.500 außerordentliche Zivis starten am Mittwoch

Im Zuge Corona-Pandemie wurden Freiwillige ersucht, sich für den außerordentlichen Zivildienst zu bewerben. Ab Mittwoch geht es für die rund 2.000 Freiwilligen los.
Am Mittwoch starten rund 2.000 Männer ihren außerordentlichen Zivildienst. Sie meldeten sich im Zuge der Corona-Pandemie freiwillig erneut ihren Dienst abzuleisten. Zusätzlich zu den neuen, alten Zivis verlängern auch rund 1.500 Männer ihren derzeitigen Zivildienst.

Für die Maßnahme des außerordentlichen Zivildiensts ist es eine Premiere in der Zweiten Republik, also in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Die "Zivis" werden bei der Versorgung und Betreuung älterer Menschen, sowie bei Rettungs- und Krankentransporten eingesetzt.



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Dort helfen, wo Personal ausfällt





Die Bundesregierung rechnet damit, dass die jungen Männer für jene Mitarbeiter in Krankenhäusern oder sonstigen Pflegeeinrichtungen einspringen müssen, die im Zuge der Pandemie selbst erkranken oder unter Quarantäne stehen werden. Diese zu erwartende Lücke soll der außerordentliche Zivildienst schließen.



Zugewiesen wurden die Männer von den Landesstellen des Roten Kreuzes. Die regionale Verteilung in den Bundesländern erfolgt je nach Bedarf. Außerdem gibt es in jedem Bundesland eine Reserve, die nach aktuellen Bedürfnissen individuell eingeteilt werden kann.

Die meisten werden in Wien dienen



Die Freiwilligen werden wohl zwischen zwei und drei Monaten dienen. Die meisten von ihnen kommen in der Bundeshauptstadt zum Einsatz (rund 800 Personen). In Niederösterreich werden es 370 Zivildiener sein, in Oberösterreich 270. Nur unwesentlich weniger werden es in der Steiermark sein (260).

In Tirol sind 150 Zivildiener vorgesehen, in Salzburg und Vorarlberg jeweils um die 90. Am wenigsten werden die Männer in Kärnten (60) und im Burgenland (40) benötigt. Die Verteilung der Zivildiener wurde am Dienstag vom Ministerium bekannt gegeben.

"Ruhe vor dem Sturm



Zivildienstministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) bedankte sich bei den Zivildienern, "die sich in dieser schwierigen Lage unseres Landes noch einmal in den Dienst der Gesellschaft stellen". "Es ist die Ruhe vor dem Sturm derzeit. Unsere Betreuungssysteme werden sehr schnell extrem beansprucht werden, da brauchen wir jede Unterstützung, die wir bekommen können", so Köstinger.

Michael Opriesnig, Generalsekretär Rotes Kreuz, sprach von einem "schönen und ermutigenden Zeichen, dass sich so viele Männer freiwillig gemeldet haben, um einen außerordentlichen Zivildienst anzutreten".

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