Es wird die erste große Auslandsreise von Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (Neos) im Jahr 2026 sein. Wie ihr Büro gegenüber "Heute" erklärt, wird die Politikerin am Montag den Flieger in Richtung Golfregion besteigen. Von Montag bis Samstag wird sie dabei den Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate besuchen.
Wie es aus dem Ministerium heißt, stehen dabei vorwiegend "Wirtschaftschancen für österreichische Unternehmen" im Fokus. "Im Mittelpunkt stehen die Stärkung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, politische Gespräche zu regionaler Sicherheit und Frieden sowie der Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Wirtschaft", heißt es.
Die Ministerin wird bei ihrer Dienstreise von einer Delegation österreichischer Unternehmen begleitet und besucht vor Ort mehrere Betriebe und Innovationsstandorte mit österreichischer Beteiligung. Gerade angesichts des Drucks auf die europäische und österreichische Exportwirtschaft müsse Österreich verstärkt auf die Diversifizierung der internationalen Partnerschaften setzen, ist man im Außenministerium überzeugt.
Diese Persönlichkeiten wird Meinl-Reisinger bei ihrer Reise treffen
- Im Oman trifft sie u.a. Energieminister Salim Al Aufi Oman und Außenminister Sayyid Badr Al Busaidi.
- In Saudi-Arabien wird sie Gespräche mit Außenminister Prinz Faisal bin Farhan, Investitionsminister Khalid Al-Falih und Wirtschaftsminister Faisal F. Alibrahim führen.
- In Abu Dhabi wird sie von Industrieminister Sultan Ahmed Al Jaber sowie Außenminister Abdullah bin Zayed Al Nahyan empfangen werden.
Neben den wirtschaftlichen Aspekten sollen bei den jeweiligen Treffen mit den Gastgebern auch Fragen der regionalen Stabilität, internationaler Kooperation sowie Aspekte der Menschenrechte angesprochen werden, kündigt das Ressort via Mitteilung an. Ziel sei es, "die wirtschaftlichen Beziehungen zu den Partnerstaaten weiterzuentwickeln und den politischen Dialog zu vertiefen".
Meinl-Reisinger selbst erklärt: "Die Weltordnung befindet sich im Umbruch. Gerade deshalb ist es entscheidend, dass Österreich seine internationalen Partnerschaften breit aufstellt, neue Märkte erschließt und Wirtschaftschancen für österreichische Unternehmen schafft". Die Golfregion sei ein "wichtiger Partner für unsere Exportwirtschaft".
Zudem spricht sie abschließend einen weiteren Aspekt an: "Was im Nahen Osten passiert, hat unmittelbare Auswirkungen auf Europa. Frieden, Sicherheit und wirtschaftliche Stabilität sind untrennbar miteinander verbunden. Sie entstehen durch Dialog, internationale Kooperation und den offenen Austausch auch über schwierige Themen".