Videos, Spiele, Selfies und das alles oft noch vor dem Kindergarten: 72 Prozent aller 0- bis 6-Jährigen nutzen heutzutage digitale Medien. Dabei stehen vor allem Tablets (32 Prozent) und Smartphones (30 Prozent) hoch im Kurs.
Es werden Fotos und Videos geschaut und natürlich Spiele gespielt – der Inhalt wird dabei aber nicht selten dem Alter der Jüngsten gerecht. Das zeigt jedenfalls eine Studie, auf die Silvia Kumpan-Takacs, SPÖ-Sprecherin für Elementarpädagogik und ausgebildete Kindergartenpädagogin, im Rahmen des Tages der Elementarpädagogik am 24. Jänner verweist.
Sie nimmt diesen Tag deshalb zum Anlass, um die digitalen Gefahren für Kleinkinder in den Fokus zu rücken: "Im Kindergarten legen wir den Grundstein für ein sicheres und selbstbestimmtes Leben. Damit das gelingt, muss man auch die Rolle von Handy und Tablet diskutieren. Denn die Digitalisierung hinterlässt Spuren an unseren Kindern", so Kumpan-Takacs.
Deshalb sei es nun wichtig, an besserer Kinderbildung und mehr Kinderschutz in der digitalen Welt zu arbeiten. "Das ist neben dem Social-Media-Verbot für unter 15-Jährige ein wichtiges Vorhaben für 2026", hält die SPÖ-Politikerin fest.
Konkret schlägt Kumpan-Takacs deshalb vor, Fort- und Weiterbildungsangebote für Pädagogen im Bereich digitale Bildung auszuweiten und auszubauen. Außerdem sollen digitale Kinderschutz-Standards gestärkt werden und es brauche mehr Aufklärung und Zusammenarbeit mit den Eltern.
Bei allen Vorhaben sei aber zentral: "Wir leben in einer Zeit, in der Kinder mit Handy oder Tablet aufwachsen. Entscheidend aber sind Alter, Maß und Inhalt", so die SPÖ-Politikerin.
Abschließend will Kumpan-Takacs als Elementarpädagogin auch den Eltern einen Rat geben: "Eine bewusste Handypause der Eltern, etwa beim Bringen und Abholen im Kindergarten oder in der Kinderwagerl-Zeit, hat eine positive Wirkung. Diese Übergangsmomente zeigen dem Kind: Ich bin da für dich und hör‘ dir zu."