Karin Kneissl, ehemalige Außenministerin, lässt mit neuen Aussagen über Österreich aufhorchen. In einem Interview auf dem YouTube-Kanal "Brücke nach Osten" zieht sie harte Vergleiche – und bezeichnet die Menschen in ihrer Heimat sogar als "Hyänen".
"Wenn ich etwas vermisse aus Europa, dann Frankreich, nicht Österreich. In Frankreich waren die Menschen menschlich, in Österreich Hyänen", sagt Kneissl im Video. Die 59-Jährige lebt seit rund eineinhalb Jahren in einem Dorf in der russischen Region Rjasan und sieht sich dort längst als "Teil der lokalen Gemeinschaft".
Bereits in der Vergangenheit sorgte die Russland-Freundin mit ähnlichen Aussagen für Aufsehen. Schon 2024 erklärte sie auf YouTube: "Es war kein Zufall, warum Hitler aus Österreich kam und warum die westlichen Gestapo-Spitzen aus Österreich waren. Es ist die Mischung aus Kleingeistigkeit, Neid und Minderwertigkeitskomplexen."
Auch im aktuellen Video greift Kneissl diese Aussage wieder auf. "Da hab ich dann gemerkt, dass es kein Zufall war, dass Hitler aus Österreich kam", sagt sie – im Zusammenhang mit persönlichen Erfahrungen aus einem Dorf, das sich ihrer Meinung nach gegen sie gewandt habe.
Die frühere Diplomatin, Buchautorin und nunmehrige Dozentin an einer russischen Universität vergleicht ihre Erfahrungen in Österreich auch mit jenen aus dem Libanon: "Es war nicht diese Boshaftigkeit, diese Niedertracht, diese Gehässigkeit, die ich bis heute erlebe, weil sie mich bis heute beispielsweise aus Österreich erreicht."
Mit ihren Aussagen gießt Kneissl erneut Öl ins Feuer – ob aus Überzeugung oder Verbitterung, sorgt sie damit vor allem in ihrer alten Heimat für Kopfschütteln.
Und zwar auch bei ÖVP-Generalsektär Nico Marchetti, der gegenüber "Heute" mitteilt: "Da sieht man, wie schnell es mit dem Patriotismus der Kickl-FPÖ vorbei ist. Sobald Russland ruft, gibt es statt Austria First nur noch Russia today."