Zwischen der EU und der USA kracht es aktuell gewaltig. Beim EU-Sondergipfel am Donnerstag hat sich Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) deshalb mit seinen Amtskollegen über die aktuelle Situation zwischen USA und Grönland ausgetauscht.
Was man über den Umgang mit US-Präsident Donald Trump bislang gelernt hat, zeige sich dabei klar in den letzten Wochen: "Es hat sich gezeigt, dass eine klare Haltung der EU gibt. Die beinhaltet auch eine entsprechende Reaktion auf eine wirtschaftspolitische, handelspolitische Bedrohung", erklärte Stocker gegenüber dem ORF.
Wichtig sei es aber, dass die militärische Bedrohung "vorerst vom Tisch" ist und die Androhung von Zöllen fallen gelassen wurde. "Hier zeigt sich, dass eine klare Sprache auch verstanden wird", führte Kanzler Stocker weiter aus.
Ein wichtiger Punkt in der aktuellen Grönlanddebatte sei laut dem österreichischen Regierungschef auch die Haltung der Europäer gewesen und dass diese "klare Haltung kommuniziert" wurde. Damit ergebe sich auch, wie die Europäer mit Trump umgehen sollen: Mit klarer Sprache, die zeige, dass Bedrohungen, die als unfair empfunden werden, eine "klare Antwort" haben.
Auf Nachfrage, ob es aktuell einen Bruch der Weltordnung gebe, erklärte Kanzler Stocker: "Sicher ist, dass sich die Weltordnung ändert. Dieser Übergang ist noch nicht abgeschlossen." Wichtig sei es, dass dieser Übergang aber in Ordnung führe, die regelbasiert ist und auf einem "gemeinsamen Verständnis, dass die Stärke des Rechts weiter gelten muss und nicht das Recht des Stärkeren."
Und auch Österreich habe in dieser neuen Weltordnung einen fixen Platz, an der Seite der EU, so Stocker. "Wir sind Teil der EU, genau dort gehören wir hin und sollen es auch bleiben. Ein Bündnis ist immer der bessere Ort", hielt der Kanzler fest.