30 Festnahmen, 48 Anzeigen nach Demo-Chaos am Ring

Der "Marsch fürs Leben" sorgte am Samstag für volle Straßen in der Wiener City. Bei einer Gegen-Demo kam es zu 30 Festnahmen und 48 Anzeigen.

Autolenker und Öffi-Fahrer brauchten am Samstag in der Wiener Innenstadt gute Nerven, denn die Demo "Marsch fürs Leben" legte den Verkehr am Ring lahm, "Heute" berichtete.

Hunderte Wiener und Wienerinnen protestierten dabei gegen Abtreibung. Von mehreren Gottesdiensten und Messen im vierten, sechsten und siebten Wiener Bezirk begleitet, ging es gegen 13.30 Uhr für die Demonstranten vom Karlsplatz ausgehend über die Ringstraße.

Störaktion durch Gegendemonstranten

Die Versammlungsteilnehmer zogen zum Heldenplatz, wo eine Zwischenkundgebung stattfand. Von dort begaben sich die Demonstranten wieder retour zum Karlsplatz, wo die Versammlung mit 16:00 Uhr beendet wurde, berichtet die Polizei in einer Aussendung.

Im Zusammenhang mit dieser Versammlung kam es zu Störaktionen durch Gegendemonstranten. Diese blockierten die Ringfahrbahn und es kam zum Einsatz von Pyrotechnik und Bewurf auf Einsatzkräfte. Auch der Schutzbereich zur angezeigten Versammlung wurde nicht eingehalten.

Pyrotechnik auf Polizisten geworfen

Aufgrund des Bewurfs mit pyrotechnischen Gegenständen auf die Einsatzkräfte wurden Identitätsfeststellungen durchgeführt und die Versammlung aufgelöst. Während der Abschlusskundgebung der angezeigten Versammlung sammelten sich wieder Gegendemonstranten im Bereich Karlsplatz. Ab etwa 16:00 Uhr blockierten diese die Ringfahrbahn. Auch diese Blockade wurde durch die Einsatzkräfte aufgelöst.

Die polizeiliche Bilanz: 30 verwaltungsstrafrechtliche Festnahmen, 24 Identitätsfeststellungen und 48 Anzeigen nach dem Versammlungsgesetz.

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