Am Samstag, 29. August, wird der Donaukanal wieder zur ungewöhnlichen Schwimmstrecke: Rund 300 Teilnehmer wollen sich bei der dritten Schwimmparade gemeinsam durch das Wiener Wasser treiben lassen. Für neugierige Zuschauer gibt es am Ufer ein buntes Rahmenprogramm.
Um 17 Uhr startet die Schwimmparade beim Bouleplatz am Herrmannpark, von dort geht es rund 1,3 Kilometer stromabwärts bis zur Rotundenbrücke.
Die Veranstaltung findet heuer bereits zum dritten Mal statt. Organisiert wird sie vom Schwimmverein Donaukanal, der seit 2020 das Schwimmen im innerstädtischen Gewässer als Verein praktiziert. Mittlerweile zählt der Verein rund 500 Mitglieder. Mit der Parade soll das Schwimmen im Donaukanal stärker ins Stadtbild rücken.
"Städte wie Kopenhagen, Zürich und zuletzt Paris machen es vor und fördern das Flussschwimmen als urbane Praxis zur Steigerung der Lebensqualität und als Abkühlungsmöglichkeit in heißer werdenden Sommern. Auch in Wien wurde das Schwimmen im Donaukanal bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts von weiten Teilen der Bevölkerung praktiziert", heißt es von den Veranstaltern.
Bei der Parade geht es nicht um Geschwindigkeit. Die Teilnehmer lassen sich gemeinsam flussabwärts treiben, für die Strecke werden etwa 20 Minuten benötigt. Begleitet wird das Schwimmen von der Österreichischen Wasserrettung, auch die Wiener Schifffahrtsaufsicht ist eingebunden. Die Veranstaltung ist vom Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur bewilligt und mit den Schifffahrtsunternehmen abgestimmt.
Schwimmen dürfen allerdings nicht alle: Die Teilnahme ist geübten Schwimmern ab 14 Jahren vorbehalten. Wer noch nie in einem Fluss mit Strömung geschwommen ist, sollte laut Veranstaltern entsprechend vorsichtig sein. Die Strömung im Donaukanal beträgt rund fünf Kilometer pro Stunde.
Los geht es bereits um 14 Uhr mit dem Check-in. Ab 15 Uhr gibt es einen Wasserspielplatz und eine Tattoo-Station. Um 16.30 Uhr sorgt das Construction Choir Collective mit einem A-cappella-Auftritt für Unterhaltung, bevor um 17 Uhr die mutigen Schwimmer ins Wasser steigen.
Nach der Parade folgt ab 18.30 Uhr ein Konzert der MusikarbeiterInnenkapelle. Von 19 bis 22 Uhr wird bei einer Aftershowparty mit Miyra Lim und Bunte Unke weitergefeiert. Wer nicht selbst ins Wasser möchte, kann die Schwimmer vom Ufer aus begleiten und anfeuern.
Die Veranstalter betonen, dass die Schwimmparade vor allem ein gemeinschaftliches Ereignis sein soll. Gleichzeitig wollen sie zeigen, dass der Donaukanal auch abseits von Lokalen und Radwegen als öffentlicher Erholungsraum genutzt werden kann. Die 300 Startplätze sind kostenpflichtig, wobei es auch vergünstigte und kostenlose Tickets für bestimmte Gruppen gibt.