Die Rechnung geht nicht mehr auf: Das "The Bell Pub-Bar-Restaurant" in der Leopoldstadt ist pleite. Die Betreiberfirma Denex Gastro GmbH hat ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. Fünf Mitarbeiter sind betroffen.
Dabei klingt die Bewertung des Lokals zunächst nach einem Erfolg: Auf Google kommt das Pub laut Bericht auf 4,7 Sterne. Auch auf Restaurantguru wird das Lokal für Essen, Bier, Kaffee und seinen Service gelobt. Doch hinter den Kulissen kämpfte der Betrieb zuletzt mit erheblichen Problemen.
Der Geschäftsführer, der seit der Eröffnung im Frühjahr 2022 für den laufenden Betrieb verantwortlich ist, war laut dem "Kurier" wiederholt und länger krank. Für das Lokal hatte das offenbar Folgen: Seine Arbeit musste durch zusätzliches Personal aufgefangen werden – die Kosten stiegen.
Gleichzeitig blieben offenbar Gäste aus. Weil der Geschäftsführer eine zentrale Rolle für die Führung und Umsatzentwicklung des Lokals hatte, führte seine Abwesenheit laut Insolvenzantrag zu spürbaren Umsatzeinbußen. Dazu kam die allgemein zurückhaltende Konsumlaune in der Gastronomie. Seit August ist der Chef wieder voll im Einsatz. Die Betreiber hoffen nun auf die Wende.
Ganz einfach wird das allerdings nicht. Die inzwischen aufgelaufenen Verbindlichkeiten können laut Unternehmen selbst bei einer Stabilisierung des Geschäfts nicht mehr vollständig aus den vorhandenen Mitteln und laufenden Überschüssen bezahlt werden.
Die Zahlen sind deutlich: 2024 stand ein Bilanzverlust von 51.500 Euro zu Buche, die Verbindlichkeiten beliefen sich auf rund 309.500 Euro.
Trotz Pleite soll das Pub weiterleben. Die Betreiber wollen den Gastronomiebetrieb fortführen und haben gemeinsam mit ihrer Steuerberatung bereits Maßnahmen zum Sparen sowie eine Fortführungs- und Cashflow-Planung vorbereitet.