3.000 Euro Bonus – Ärztekammer geht in die Offensive

Ein Pfleger bzw. Arzt auf einer Intensivstation zieht ein Medikament auf.
Ein Pfleger bzw. Arzt auf einer Intensivstation zieht ein Medikament auf.BARBARA GINDL / APA / picturedesk.com
Die Ärztekammer fordert einen Bonus für Spitalsärzte in der Höhe von 3.000 Euro. Diese Zulage sei als Corona-Bonus und Teuerungszulage zu verstehen. 

Angesichts bevorstehender Kollektivvertragsverhandlungen geht die Österreichische Ärztekammer mit einer Bonus-Forderung ins Rennen, die sich gewaschen hat. In einer Aussendung fordert Präsident Johannes Steinhart eine steuerfreie Einmalzahlung in der Höhe von 3.000 Euro – diese solle "unabhängig von der notwendigen KV-Erhöhung" gewährt werden. "Nach über zwei Jahren Pandemie, in denen wir herausragende Leistungen der Spitalsärztinnen und Spitalsärzte gesehen haben, sieht es auf der anderen mit motivierenden Reizen weiter düster aus", so Steinhart, der den 500-Euro-Bonus aus dem Vorjahr als "Pleiten-, Pech- und Pannenshow" bezeichnet. 

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Die aktuelle Explosion der Energiepreise sei daher ein guter Anlass, hier ein positives Signal zu setzen, appelliert Steinhart. "Es ist höchste Zeit, den Spitalsärztinnen und Spitalsärzten die nötige – auch finanzielle – Wertschätzung entgegenzubringen. Seit über zwei Jahren folgt Krise auf Krise, nur ihr Einsatz hat Österreich bislang halbwegs unbeschadet durchkommen lassen" betont in der erwähnten Mitteilung auch Harald Mayer, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer und Bundeskurienobmann der angestellten Ärzte: "Es wäre das Mindeste, dass wir diesen Leistungsträgern wenigstens die Sorge um die Energiepreise nehmen."

Ordinationen müssen unterstützt werden

Mayer erneuerte auch seine Forderung, dass auch die Ärztevertreter bei den KV-Verhandlungen des Spitalspersonals am Tisch sitzen müssen. "Dass die gesetzliche Interessensvertretung hier einbezogen wird, sollte eine Selbstverständlichkeit sein! Aktuell ist das ein riesiger Nachteil für die Kolleginnen und Kollegen in den Spitälern."

Nach wie vor aufrecht sei auch die Forderung der ÖÄK, die Ordinationen vollständig für die Explosion der Energiepreise zu kompensieren. "Wir rücken hier nicht von unserer Forderung ab", unterstreicht Steinhart: "Wir können nicht zulassen, dass niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, die die volle Wucht dieser Preisrallye abbekommen, zum Handkuss kommen."

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