Die Hitzewelle in Österreich hält an. Am Wochenende sind im Osten des Landes bis zu 35 Grad möglich, "Heute" berichtete. Forstdirektoren warnen nun vor einer erhöhten Waldbrandgefahr. Insbesondere in Regionen wie dem Wiener Wald sollte erhöhte Aufmerksamkeit herrschen, berichtet "orf.at".
In heißen Perioden wie jetzt kühlt der Wienerwald die Stadt Wien um bis zu sechs Grad ab. Die Einsatzkräfte sind auf den Ernstfall vorbereitet. Auf kleinere Brände kann aufgrund des genauen Monitoring der GeoSphere Austria schnell reagiert werden. Auch Försterinnen und Förster beobachten die Situation sehr genau.
Der Wiener Forst- und Klimadirektor Andreas Jansukovecz appelliert im "Ö1-Mittagsjournal" auch an die Waldbesucher, die Augen offen zu halten und eine Rauchsichtung sofort zu melden.
Erst Mitte Juli hatte die Stadt Wien eine Waldbrandverordnung verhängt, in der das Hantieren mit offenem Feuer und auch das Rauchen in Waldgebieten und am Waldrand verboten wurde. Nach den heftigen Regenfällen gilt die Verordnung nun nicht mehr. In längeren Hitze- und Trockenphasen könnte die Waldbrandgefahr aber schnell wieder ansteigen.
"Es kommt ganz auf die örtlichen Situationen an – wie lange es vorher trocken war, aber auch darauf, wie viel Wind geht, da Wind den Boden sehr schnell austrocknen kann. Es gibt natürlich Peaks im Sommer weil es dann meistens heiß und trocken ist, aber grundsätzlich kann das ganze Jahr über Waldbrandgefahr herrschen", so Jansukovecz.
Offene Lagerfeuer seien sowieso verboten, aber auch einzelne Funken steigern das Risiko, wenn die Böden wieder austrocknen. "Schon ein kleiner unachtsam weggeworfener Zigarettenstummel kann großflächige Brände auslösen", sagt der Forst- und Klimadirektor. Raucherinnen und Rauchern legt der Experte nahe, im Wald auf den Konsum von Zigaretten zu verzichten oder zumindest Taschenaschenbecher mitzunehmen.