35.000 Euro Strafe – jetzt Haft für Corona-Schwurblerin

Die Aktivistin wurde nun aufgefordert, eine Ersatzfreiheitsstrafe anzutreten – vermutlich eine von vielen.
Die Aktivistin wurde nun aufgefordert, eine Ersatzfreiheitsstrafe anzutreten – vermutlich eine von vielen.HANS PUNZ / APA / picturedesk.com
Lange währte der "Corona-Protest" einer bekannten Aktivisten, nun kommt das dicke Ende: 35.000 Euro an Strafen offen, Ersatzfreiheitsstrafe verhängt.

Ihr Corona-Protest dürfte Jenny K. die private und berufliche Zukunft nun ganz schön verbaut haben. K. ist eines der bekanntesten Gesichter der Szene der Corona-Leugner, Maßnahmen-Gegner und Impf-Verweigerer – fiel unter vielen anderen Aktionen mit dem öffentlichen Zerreißen einer Regenbogen-Fahne auf der Bühne (in der Causa wurde sie erst kürzlich in einem Prozess vom Tatvorwurf der Verhetzung freigesprochen), einem von der Polizei geräumten Corona-Protestcamp im Wiener Stadtpark und mehreren zeitweisen Festnahmen bei Corona-Demonstrationen auf.

Wähnt sich seit Monaten im "Widerstand"

In Social-Media-Kanälen wähnt sich K. seit geraumer Zeit im "Widerstand", man müsse "natürlich unter Anführungszeichen friedlich bleiben", so K. in einem Video, "aber wie lange wollen wir jetzt noch der Polizei nachgehen? Wollen uns noch kesseln lassen? Wollen uns traktieren lassen?" Die Beteiligung der FPÖ bei den Corona-Demos ist K. ein Dorn im Auge, FPÖ-Chef Herbert Kickl solle "nach Hause gehen und daheim bleiben". Von Mitstreitern forderte sie immer wieder: Tests, Masken und Impfungen verweigern, Dauer-Streiken und -Krankmelden, alle "unnötigen" Versicherungen abmelden, keine Krankenversicherung mehr zahlen, keine Steuern mehr zahlen, GIS abmelden, Arzt- und Spitalbehandlungen einstellen.

Nun kommt es für K., die nach eigenen Angaben arbeitslos ist, durch diesen "Widerstand" aber ganz dick. Wie sie in ihrem Telegram-Kanal zeigt, hat sich ein ganzer Stapel an Strafverfügungen für verschiedene Verstöße angehäuft. So viele, dass insgesamt eine Strafsumme von 35.000 Euro zusammengekommen sein soll. Weil offenbar bisher nicht gezahlt wurde, heißt es nun: "Aufforderung zum Antritt der Ersatzfreiheitsstrafe"! Heißt: K. soll in Haft.

33 Tage in einem ersten Schritt "absitzen"

33 Tage soll K. nach Eigenangaben in einem ersten Schritt "absitzen". Warum in einem ersten Schritt? "33 Tage sind für die 7.000 Euro", schreibt K. Weil aber rund 35.000 Euro an Strafen offen sein sollen, schreibt K.: "Weitere 2-3 Monate kommen noch dazu". K.s Follower schwanken indes zwischen Schock und Mitleid. Viele hätten nicht erwartet, dass "das System" doch noch "beinhart zuschlagen" könnte, andere machen sich Sorgen um K.s Kinder und hoffen, dass die Haftstrafe nun ein Umdenken bei der Aktivistin bewirken werde.

K. selbst gibt bekannt, die Haft am 1. April antreten und "alles aufeinmal" absitzen zu wollen. Immerhin: Einige Fans in der Telegram-Gruppe von K. kündigen an, sie im Gefängnis zu besuchen. Deswegen eine der brennendsten Fragen dort derzeit: Ob man für den Besuch geimpft sein müsse...

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