37.000 Menschen wurden aus gestoppter Charge geimpft

Astrazeneca liefert einen von bislang drei in Österreich zugelassenen Impfstoffen. 
Astrazeneca liefert einen von bislang drei in Österreich zugelassenen Impfstoffen. FrankHoemann / picturedesk.com
Nach dem Tod einer Krankenschwester soll die betreffende Charge nicht mehr verwendet werden. Aber: Rund 37.000 Dosen wurden bereits verimpft.

Der Tod einer Mitarbeiterin (49) des Landesklinikums Zwettl führt nun dazu, dass eine Charge des Astrazeneca-Impfstoffes aus dem Verkehr gezogen wird. Weil die Frau vor ihrem Tod mit besagtem Vakzin geimpft wurde, laufen nun Ermittlungen, ob ein Zusammenhang zwischen der Impfung und dem Tod der Frau besteht. Unabhängig davon wurde die betreffende Charge, rund 6.000 Impfdosen, aus dem Verkehr gezogen. Das berichtet das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG). Aus der betreffenden Charge  wurden bislang allerdings schon 37.000 Dosen verabreicht. 

Zwar liegen derzeit "keine weiteren schweren Nebenwirkungsmeldungen dieser Art, die diese Charge betreffen, vor", wie das BASG in einer Stellungnahme festhält, dennoch wurde ein vorsorglicher Ausgabestopp für die Charge ABV5300 veranlasst. Jene 35-Jährige, die eine Lungenembolie entwickelt hatte, ist mittlerweile wieder auf dem Weg der Besserung. Andere Chargen des Astrazeneca-Impfstoffes sind nicht betroffen. Sie können laut Experten weiterhin verabreicht werden, das wurde auch den Bundesländern mitgeteilt. 

Impfungen mussten abgesagt werden

Niederösterreich etwa wird weiterhin auf den Impfstoff setzen. Stefan Spielbichler von Notruf Niederösterreich sagte gegenüber der APA, dass man sich hier nach der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) richte. Weil sich an der Freigabe des Impfstoffes von Astrazeneca nichts geändert habe, könne man hier keine eigenmächtige Entscheidung treffen. Noch am Sonntag berichtete Kärnten, dass Dosen der besagten Charge auch in den Süden des Landes geliefert wurden. Zahlreiche Impfungen wurden daraufhin abgesagt, sollen aber "sobald wie möglich" nachgeholt werden. 

Eine Obduktion am Wiener AKH soll Klarheit über die Frage bringen, ob ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der Impfung und dem Tod der Frau besteht. Bislang konnte ein solcher weder vom AKH noch vom BASG festgestellt werden. 

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