Irina Starikova ist in der Ukraine schon lange auf dem Radar: Die laut ihren Papieren 1981 geborene Serbin soll laut ukrainischen Angaben seit 2014 in den von russischen Separatisten annektierten Gebieten im Donbass in der Ostukraine gegen die ukrainische Armee gekämpft haben. Dabei soll sie auch Gefangene exekutiert haben – insgesamt 40 Menschenleben soll Starikova auf dem Gewissen haben.
WEITERLESEN: Tag 35 des Krieges in der Ukraine – der Live-Ticker
Wie die ukrainische Armee nun meldet, soll die 41-Jährige mit dem Codenamen «Bagira» verletzt in ihre Hände gefallen sein. Ihre Kameraden der ORDLO-Verbände, also Kämpfer aus den «unabhängigen» Gebieten der Ukraine, sollen sie für tot gehalten und bei einem Rückzug auf dem Schlachtfeld zurückgelassen haben. Sie habe medizinische Betreuung erhalten und soll sich bereit erklärt haben, mit der Ukraine zusammenzuarbeiten.
Serbien dementiert
Doch ihre Geschichte könnte noch viel spannender sein. Laut ukrainischen Medienberichten von 2018 soll es sich bei "Bagira" in Wirklichkeit um eine Frau namens Daniela Lazovic handeln. Diese sei eine frühere Volleyballspielerin, die in ein Kloster eingetreten und Nonne geworden sei. Dies sei aber nur eine Tarnung für zahlreiche Drogenschmuggel gewesen, weshalb sie eine Gefängnisstrafe verbüsst habe.
Das serbische Innenministerium dementiert nun aber die Gerüchte, nach denen Starikova und Lazovic die selbe Person seien. In ihrer Mitteilung schreiben sie, dass Daniela Lazovic im Oktober 2020 festgenommen worden sei und seither im Gefängnis von Pozarevac eine sechsjährige Haftstrafe verbüsse. Auch sei die Frau auf dem Bild eine andere Person als Lazovic.