Unsichtbare Kontrollen

450 Euro weg: Neue LKW-Fallen auf Autobahnen

Ab 2026 erkennen automatische Sensoren auf deutschen Autobahnen überladene LKW im Vorbeifahren. Wer auffällt, zahlt bis zu 450 Euro.
Technik Heute
19.03.2026, 11:00
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Jahr für Jahr sind Tausende LKW auf deutschen Autobahnen mit viel zu viel Gewicht unterwegs. Allein 2024 wurden über 146.000 Lastwagen kontrolliert - bei mehr als 16.000 davon war die Ladung zu schwer, teils um mehrere Tonnen.

Das Gefährliche: Die überladenen Fahrzeuge sind schwerer zu lenken, bremsen schlechter und lassen Deutschlands alternde Brücken schneller zerbröseln.

Genau hier setzen die neuen unsichtbaren Fallen an, wie chip.de unter Berufung auf die Bild berichtet: Vollautomatische Kontrollsysteme sollen künftig deutlich mehr Sünder entlarven - und mit Bußgeldern von bis zu 450 Euro zur Kasse bitten.

So funktioniert das System

Kernstück sind zwei piezoelektrische Wiegebalken, die flächenbündig in die Fahrbahn integriert werden. Sobald ein Fahrzeug darüberfährt, erzeugt das unter Druck stehende Material einen elektrischen Impuls - je höher das Gewicht, desto stärker das Signal.

Erkennt der angeschlossene Rechner eine Überschreitung, erscheint einige hundert Meter weiter auf einer LED-Anzeige das Kennzeichen des betroffenen Fahrzeugs - zusammen mit der Aufforderung, den nächsten Rastplatz anzufahren.

Erste Anlage in NRW

Die erste Anlage wird gerade in Nordrhein-Westfalen auf der A4 zwischen Aachen und Köln gebaut. Die ersten Messungen sollen dort 2026 durchgeführt werden. Rund 500 Fahrzeuge sollen täglich an der Pilotanlage überprüft werden.

Bis 2028 soll das Netzwerk auf insgesamt 16 Stationen bundesweit ausgebaut werden. Liegt die Überladung bei mehr als fünf Prozent, darf die Weiterfahrt erst nach dem Entladen der überschüssigen Fracht erfolgen.

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