Der Duft von frisch gemähtem Gras gehört für viele zum Sommer. Was kaum jemand weiß: Dahinter steckt eine chemische Stressreaktion der Gräser. Werden die Halme abgeschnitten, werden Zellen verletzt und die Pflanze reagiert mit flüchtigen Stoffen – den sogenannten grünen Blattduftstoffen.
Gerade jetzt im Oktober ist der letzte Schnitt vor dem Winter besonders wichtig. Denn mit der richtigen Pflege überstehen die Gräser den Winter besser und kommen im Frühjahr dicht und grün zurück.
Wie 24garten.de berichtet, machen viele Gartenbesitzer beim letzten Rasenschnitt entscheidende Fehler. Die gute Nachricht: Sie sind schnell behoben.
Erstens: Zu kurz schneiden. Das schwächt den Rasen, weil ihm die Blattmasse fehlt, mit der er Reserven aufbauen kann. Experten empfehlen eine Schnitthöhe von etwa 3,5 bis 4,5 Zentimetern.
Zweitens: Zu lang stehen lassen. Lange, umgeknickte Halme bieten Schneeschimmel und anderen Krankheiten ideale Bedingungen.
Drittens: Bei Nässe mähen. Auf nassem Gras setzen sich Grasreste im Gehäuse fest, die Messer werden stumpf und die Halme ungleichmäßig abgeschnitten.
Viertens: Stumpfe Messer verwenden. Stumpfe Klingen reißen die Halme, die Spitzen fransen aus und werden anfälliger für Krankheiten.
Fünftens: Laub liegen lassen. Eine feuchte Laubdecke fördert Pilzbefall. Deshalb solltest du das Laub regelmäßig entfernen.
Ein gesunder Rasen kommt gut aus dem Winter, wenn du drei Dinge beachtest: die richtige Höhe, saubere Messer und einen kaliumbetonten Herbstdünger. Finger weg vom Stickstoffdünger – der treibt den Rasen zu neuem Wachstum an, das den Frost nicht übersteht.
Wer den Rasen über den Sommer sehr kurz gehalten hat, sollte einen zweistufigen Schnitt machen: Erst etwas kürzen, dann auf die Endlänge. So wird das Gras schonender behandelt.