Plötzliche Schwäche in Arm oder Bein, ein schief wirkender Mundwinkel oder Probleme beim Sprechen: Diese Symptome sind typische Vorboten eines drohenden Schlaganfalls. Das Tückische daran: Viele Betroffene ignorieren die Warnsignale, weil sie vermeintlich harmlos wirken.
Dabei zählt bei einem Schlaganfall jede Minute. Je früher gehandelt wird, desto höher sind die Überlebenschancen und die Aussichten auf eine vollständige Genesung. Experten empfehlen daher, fünf zentrale Warnsignale ernst zu nehmen.
Wie chip.de berichtet, sind folgende Symptome besonders häufig: Erstens eine plötzliche, einseitige Lähmung oder Schwäche - etwa wenn ein Arm nicht mehr richtig gehoben werden kann. Zweitens Sprach- und Verständnisprobleme, bei denen Betroffene Wörter verwechseln oder nicht mehr verstehen.
Drittens sollte man aufmerksam werden bei plötzlichen Sehstörungen wie verschwommenem Sehen oder dem Ausfall eines Gesichtsfeldes. Viertens nennen Mediziner Gleichgewichtsstörungen und Schwindel als Warnzeichen.
Besonders ernst zu nehmen ist fünftens der sogenannte "Donnerschlag-Kopfschmerz" - ein extrem heftiger, schlagartig einsetzender Kopfschmerz, oft begleitet von Übelkeit, Nackensteife oder Verwirrtheit. Dieser kann auf schwerwiegende Durchblutungsstörungen im Gehirn hindeuten.
Bei Verdacht auf einen Schlaganfall empfehlen Experten den FAST-Test: Face (Gesicht) - kann die Person lächeln? Arms (Arme) - kann sie beide Arme heben? Speech (Sprache) - ist die Aussprache verwaschen? Time (Zeit) - bei Auffälligkeiten sofort den Notruf 144 wählen.
Die Deutsche Herzstiftung rät insbesondere Risikopatienten, auf diese Symptome zu achten. Wer die Warnsignale erkennt und richtig reagiert, kann Leben retten - vielleicht sogar das eigene.