Folgen für Zulieferer

50.000 Jobs in Gefahr – VW-Krise trifft auch Österreich

Deutschlands Autobranche verdient noch Milliarden. Doch bei Armin Wolf warnt Simon Schütz vor immer schlechteren Standortbedingungen.
Newsdesk Heute
25.08.2026, 22:27
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Der deutsche Automobilkonzern Volkswagen (VW) steckt tief in der Krise. Offiziellen Angaben zufolge sind bis zu 50.000 Jobs bedroht. Laut Konzernchef Oliver Blume könnte etwa die Hälfte des möglichen Stellenabbaus Deutschland betreffen. Am Dienstag trat Blume bei einer Betriebsversammlung in Wolfsburg auf und gab einen Ausblick auf die Zukunft. Begleitet wurde sein Auftritt von Pfiffen von Teilen der aus 10.000 Beschäftigten bestehenden Belegschaft.

Doch nicht nur VW ist in der Krise. Weltweit steht die Automobilbranche vor zunehmenden Herausforderungen. Auch heimische Firmen hätten mit den Auswirkungen eines VW-Crashs in Deutschland zu kämpfen. Bis zu 300 Firmen aus Österreich liefern Teile für VW. Zur Krise des einstigen deutschen Vorzeigekonzerns war Simon Schütz vom Verband der Automobilindustrie am Dienstag zu Gast bei Armin Wolf in der ZIB2.

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"Zeiten sind nicht einfach"

"Die Zeiten sind nicht einfach, die Welt hat sich verändert", erklärte Schütz. Gleichzeitig sei der Standort Deutschland nicht besser geworden. Wie es mit der Branche konkret weitergehe, könne derzeit niemand seriös vorhersagen. Für die aktuelle Situation gebe es nicht nur einen einzelnen Grund, sondern einen "Mix aus sehr vielen Dingen".

Dabei steht die deutsche Autoindustrie keineswegs unmittelbar vor dem finanziellen Kollaps. Die Unternehmen würden weiterhin hohe Gewinne erwirtschaften. Das grundlegende Problem liege laut Schütz vielmehr bei den Bedingungen für die kommenden Jahre.

Jobs entstehen nicht in Deutschland

Bei Energiepreisen, Steuern, Abgaben und Arbeitskosten könne Deutschland mit wichtigen Konkurrenten wie den USA und China nicht mehr mithalten. Schütz wurde deutlich: Bei diesen Standortbedingungen sei Deutschland "nicht mehr wettbewerbsfähig".

Das habe langfristige Folgen. Investitionen in wichtige Zukunftstechnologien würden nicht in Deutschland getätigt. Damit würden dort auch die damit verbundenen neuen Arbeitsplätze nicht entstehen.

Die Lage sei kritisch. Wer als Unternehmer über neue Investitionen entscheiden müsse, finde derzeit Bedingungen vor, die nicht unbedingt für Deutschland sprechen.

Wolf fragt nach Selbstzufriedenheit

ZIB2-Moderator Armin Wolf wollte auch wissen, ob die deutsche Industrie angesichts ihrer jahrzehntelangen Erfolge womöglich zu lange zu selbstzufrieden gewesen sei. Schütz widersprach: "Ich sehe das nicht so."

Gerade der verschärfte Wettbewerb, etwa durch die starke Konkurrenz bei Elektroautos, sei Teil des Geschäfts. "Natürlich wächst man am Wettbewerb", betonte Schütz.

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