"Keine Zielgröße"

Bis zu 50.000 Jobs bedroht – jetzt spricht der VW-Chef

VW steckt tief in der Krise. Konzernchef Oliver Blume kündigt an, dass etwa die Hälfte des möglichen Stellenabbaus Deutschland treffen könnte.
Newsdesk Heute
25.08.2026, 13:46
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Der deutsche Automobilhersteller VW steckt in der Krise. Zahlreiche Arbeitnehmer fürchten um ihre Jobs. Am Dienstag trat Konzernchef Oliver Blume bei einer Betriebsversammlung in Wolfsburg – wie die "Bild" berichtet, unter pfiffen – auf und gab einen Ausblick auf die Zukunft.

Demnach will der Volkswagen-Konzern die Hälfte von möglicherweise rund 50.000 zu streichenden Stellen in Deutschland abbauen. "Aus heutiger Sicht entfällt etwa die Hälfte des Anpassungsbedarfs auf Deutschland, die andere international – in insgesamt rund 170 Gesellschaften", so Blume. Der Vorstand werde "auch künftig so weit wie möglich auf freiwillige Personalinstrumente setzen".

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50.000 ist "keine Zielgröße"

Blume nannte etwa Renteneintritte, einvernehmliche Vereinbarungen, "natürliche Fluktuation sowie eine restriktive Einstellungspolitik". Auch solle die Altersteilzeit "für weitere Jahrgänge" geöffnet werden, fuhr er fort. "Die konkreten Schritte werden wir mit den Arbeitnehmervertretern beraten."

Der Konzernchef bekräftigte dabei, dass die "häufig genannte Zahl von rund 50.000 Stellen" weltweit "keine Zielgröße" sei. "Sie ist eine theoretische Rechengröße - abgeleitet von unseren Kosten. Heute liegen wir rund 30 Prozent über dem Durchschnitt vergleichbarer Unternehmen", gab Blume weiter an. Der Konzernvorstand stehe "geschlossen hinter dem Zukunftsplan".

Im Juli hatten zunächst Medien tagelang über mögliche Stellenstreichungen in dem Konzern sowie Standortschließungen berichtet. Blume sagte nun, das Ziel sei es, "in den nächsten sechs bis zwölf Monaten belastbare Perspektiven für alle Standorte zu schaffen". "Für Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm können wir heute noch keine wettbewerbsfähige Belegung für die 2030er-Jahre darstellen", wiederholte er. "Das heißt aber nicht, dass Werksschließungen beschlossen sind. Sie sind immer die letzte und teuerste Lösung."

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