Passagiere der deutschen Fluggesellschaft Condor müssen sich auf spürbare Neuerungen beim Bordservice einstellen: Wie das Luftfahrtportal "aeroTELEGRAPH" unter Berufung auf interne Mitarbeiter-Schreiben der Airline berichtet, ordnet das Unternehmen sein Angebot auf der Kurz- und Mittelstrecke im Rahmen des Projekts "One X" neu.
Künftig richte sich das Catering an Bord nicht mehr nach starren Zonen, sondern primär nach der tatsächlichen Flug- und Blockzeit. Die Blockzeit ist dabei die Zeitspanne vom Verlassen der Parkposition bis zum Stillstand am Zielflughafen.
Die erste Maßnahme greift laut Bericht bereits ab dem 1. September 2026: Auf den kürzesten Strecken – sogenannten "Level 1"-Flügen mit einer Blockzeit von unter 1:50 Stunden – streiche die Fluglinie das bislang kostenlose Wasser in der Economy Class. Getränke wie Wasser, Kaffee und Tee würden auf diesen Routen künftig nur noch gegen Bezahlung serviert.
Ab dem 1. November 2026 folgen laut den internen Unterlagen weitere Anpassungen bei den Bordmahlzeiten. Während Fluggäste in der Economy Class ab der Kurzstrecke („Level 2“, unter 3:40 Stunden) Mahlzeiten weiterhin vorbestellen könnten, gebe es in der Business Class künftig ein gestaffeltes Angebot. Auf der Ultrakurzstrecke erhielten Business-Reisende ein tageszeitabhängiges kaltes Tablett-Gericht statt eines einfachen Sandwiches, während auf längeren Strecken warme Mahlzeiten, Desserts oder zusätzliche Snacks gereicht würden.
Gegenüber "aeroTELEGRAPH" bestätigte eine Condor-Sprecherin die Neuausrichtung: Nach dem Ausbau des eigenen City-Streckennetzes führe man die Kurz- und Mittelstreckenverbindungen in einem übergreifenden Produktkonzept zusammen. Das Bordangebot orientiere sich künftig stärker an der Flugdauer, um einheitliche Standards für Fluggäste und Crews bei verlässlichen Abläufen zu schaffen.
Zudem wolle die Fluggesellschaft vor allem die Business Class auf kurzen Strecken aufwerten, um im direkten Wettbewerb mit Konkurrenten wie der Lufthansa-Gruppe attraktiver für Geschäftsreisende zu werden.